Müll-Plan für Kirchdorf-Süd

Reinigung ab sofort fünf Mal pro Woche: In Kirchdorf schwingen jetzt die Frauen und Männer der Stadtreinigung den Besen. Foto: cvs
In Kirchdorf-Süd gehört Müll zum Straßenbild: Wege, Böschungen und Grünflächen sind regelmäßig übersät mit Flaschen, Dosen und Verpackungsresten, in den Wettern findet man nicht selten ausgediente Möbelstücke und weggeworfene Einkaufswagen. Damit soll ab sofort Schluss sein: Die Umweltbehörde (BSU) hat jetzt ein neues Sauberkeitskonzept für das gesamte Quartier zwischen Karl-Arnold-Ring und Stübenhofer Weg vorgestellt. Auch der Park am Callabrack gehört dazu.
Bis Ende des Jahres übernimmt die Hamburger Stadtreinigung die Reinigungspflicht – unabhängig davon, wem die Fläche gehört und wer für die Reinigung verantwortlich ist. Bei Erfolg soll das Programm weiterlaufen und zusätzlich auf andere betroffene Stadtteile ausgedehnt werden.
In Kirchdorf Süd herrscht seit jeher ein Zuständigkeitswirrwarr: Nicht weniger als vier Genossenschaften – der Bauverein Reiherstieg, der Bauverein der Elbgemeinden (BVE), die SAGA und die Vereinte Hamburger Wohnungsbaugenossenschaft – teilen sich die Flächen rund um die Wohnhäuser. Für öffentliche Wege und Grünflächen ist der Bezirk zuständig, für die Gewässer der Wasserverband Wilhelmsburger Osten. „Wir hatten die Passage gGmbH mit der Reinigung beauftragt“, berichtete BVE-Abteilungsleiter Peter Finke. „Das hat anfangs gut geklappt, aber später, nachdem die Mittel für Ein-Euro-Jobs gekürzt wurden, nicht mehr. Wenn das hier halbwegs gepflegt aussehen soll, müssen wir künftig an einem Strang ziehen.“
Die Stadtreinigung ist ab sofort jeden Werktag mit vier Mitarbeitern im Stadtteil unterwegs. Das Pilotprojekt Kirchdorf-Süd kostet den Senat rund 100.000 Euro. Regelmäßige Treffen mit allen Beteiligten sind in Planung.
Der Senat hatte das Projekt in seinem Legislaturprogramm angekündigt: „Mit einem ganzheitlichen Ansatz und der Unterstützung aller Beteiligten wollen wir dauerhaft für mehr Sauberkeit sorgen“, sagte BSU-Senatorin Jutta Blankau. „Egal, ob es sich um einen Spielplatz, einen Gewässerrand oder eine Wegefläche handelt.“
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