Hauland: Straßensperrung verärgert Radfahrer

Gesperrt: Die Internationale Gartenschau leitet Radler über die Georg-Wilhelm-Straße um. Foto: cvs
Radfahrer kennen das Sträßchen Hauland, das parallel zur Wilhelmsburger Reichsstraße verläuft, als schnelle und verkehrsarme Nord-Süd-Verbindung. Seit einigen Monaten bleibt der schmale Teerweg jedoch für Radler und Autofahrer gesperrt. Hintergrund: Die Internationale Gartenschau (igs) benötigt den Hauland als Baustraße. Ein kreisrundes Schild mit rotem Rand verbietet die Weiterfahrt. Über die Georg-Wilhelm-Straße ist eine Umleitung ausgeschildert.
Weil das Verbotsschild jedoch lediglich an der Kornweide aufgestellt wurde, aber nicht am anderen Ende, an der neu gebauten Straße „Am Inselpark“, kümmern sich viele gar nicht um den Hinweis. „Ich fahre zweimal die Woche hier durch“, berichtet ein flotter Mountainbiker, der lieber ungenannt bleiben möchte. „Ganz viele, die ich kenne, machen das genau so.“ Ein älteres Ehepaar ist verärgert. „Wir haben die Umleitung ausprobiert und sind knapp dem Tode entronnen“, schimpft Karsten Peters, ein ehemaliger Wilhelmsburger auf Heimatbesuch. „Der Autoverkehr ist einfach zu gefährlich.“
Tatsächlich ist die von der igs empfohlene Alternativroute alles andere als radlerfreundlich: Nachdem man sich mühsam die schmalen Serpentinen zur Kornweide hinaufgequält hat, steht man erneut vor einem abgesperrten Radweg. Zur Auswahl stehen die (vielbefahrene) Straße oder der Fußweg gegenüber. Der Rad- und Wirtschaftsweg Kükenbrack auf der anderen Seite der Reichsstraße ist ebenfalls gesperrt. An der Georg-Wilhelm-Straße gibt es zwar einen Radweg – allerdings nur in eine Richtung. Laut Webseite der igs soll im Herbst ein weiterer Fahradstreifen hinzukommen.
Petra Bäurle, Sprecherin der igs, kann den Ärger der Radfahrer verstehen. „Wir haben derzeit unsere Hauptbauphase, daher kann man so etwas nicht verhindern“, sagt sie. Der Hauland werde noch bis einschließlich 2013 gesperrt bleiben. Als Alternative zur Georg-Wilhelm-Straße empfiehlt Bäurle, den Parkweg hinter dem Wilhelmsburger Rathaus in Richtung Süden zu benutzen. „Man muss sich zwar erstmal zurechtfinden, aber der Weg ist viel netter!“
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