Bürgerverein will die Seilbahn

In 80 Metern Höhe über die Elbe: So stellt sich die Stage Entertainment GmbH ihre Seilbahn vor. (Foto: Grafik: Stage Entertainment)

Ex-Senatorin plädiert für Mega-Projekt, das am Reiherstieg enden soll

von Ch. v. Savigny, wilhelmsburg
Die geplante Seilbahn, die vom Heiligengeistfeld zum Reiherstieg führen soll, hat jetzt Unterstützung vom Bürgerverein Wilhelmsburg bekommen. „Wir glauben, dass das eine Attraktion für den Stadtteil werden könnte“, sagt die Bürgerver-einsvorsitzende und ehemalige Senatorin Herlind Gundelach. „Das Projekt würde Touristen nach Wilhelmsburg bringen.“
Nach derzeitigem Planungsstand soll die Seilbahn an der Glacischaussee auf St. Pauli starten. Von dort aus geht es in mindestens 80 Metern Höhe quer über die Elbe zum Musicalzelt „König der Löwen“. Am Theater im Hafen könnte man anschließend in kleinere Gondeln umsteigen und sich bis zur Alten Schleuse am Reiherstieg transportieren lassen. Die Fahrt zum Musicalzelt soll fünf bis sechs Minuten dauern, wer zum Reiherstieg weiterfährt, muss mit zusätzlich 13 Minuten Fahrzeit rechnen. Die Kosten für den Bau sollen bei 50 Millionen Euro liegen. Finanziert wird das Projekt ausschließlich aus privater Hand, nach zehn (Nordstrecke) beziehungsweise fünf Jahren (Südstrecke) wird die Konstruktion wieder abgebaut. Verantwortlich für das Projekt sind der Musicalbetreiber Stage Entertainment und die österreichische Seilbahnfirma Doppelmayr.
Ursprünglich sollte die Seilbahn auch die Gäste der Internationalen Gartenschau (igs) transportieren. Dies ist aber aus Termingründen – die igs startet im April 2013 – nicht mehr möglich. Kritiker hatten daher moniert, die Bahn sei überflüssig und ende irgendwo im Wilhelmsburger Niemandsland. Gundelach hält dagegen: „So weit abgelegen ist das nicht. Man braucht auch Platz für Parkplätze und um die Station zu bauen.“ Der Verein Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg hat das Thema „Seilbahn“ noch nicht diskutiert. „Ich persönlich finde es aber ein Klasseprojekt“, sagt Mitglied und Verkehrsexperte Dirk Holm. „Auch weil die Stadt kostenlos eine Versuchsstrecke für den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt bekommt.“
Bei vorangegangenen Infoveranstaltungen hatten sich Bürger sowohl für als auch gegen das Projekt ausgesprochen. Ein weiterer Termin soll Ende April im Bürgerhaus stattfinden. Infos: www.hamburger-seilbahn.de
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