Alter Elbtunnel: Bauarbeiten nicht fertig, gefeiert wird trotzdem

Arbeiten im Tunnel im Jahr 1901. Foto: Archiv
Eigentlich hätten die Sanierungsarbeiten im Alten Elbtunnel spätestens im September 2011 beendet sein sollen. Denn am 7. September feiert das altehrwürdige Bauwerk seinen 100. Geburtstag. Doch unvorhergesehene Probleme machten den Planern der Hafenverwaltung HPA einen Strich durch die Rechnung. Frühestens Ende nächsten Jahres soll zumindest eine der beiden Röhren fertig sein. Doch Geburtstag wird trotzdem gefeiert – vor dem Tunnel und auch darin!
Seit fünf Jahren wird der Alte Elbtunnel saniert, seit etwa einem Jahr ist eine der beiden Tunnelröhren gesperrt. Der ursprüngliche Termin der Fertigstellung – Sommer 2011 – ist vom Tisch. Laut HPA habe es eine Reihe von Überraschungen gegeben. So lassen sich etwa die 800.000 historischen Keramikkacheln nicht wie erhofft einfach abnehmen, in der gesperrten Röhre werden derzeit verschiedene Verfahren geprüft.
Die ursprünglich geplante Riesen-Geburtstagssause im frisch sanierten Tunnel muss also gezwungenermaßen etwas kleiner ausfallen. „Es wird kein lautes Fest, eher ein ausgedehnter Tag der offenen Tür mit besonderen Highlights und einem Mitmachkinderprogramm des Museums für Arbeit auf Steinwerder Seite“, erklärt HPA-Sprecherin Karin Lengenfelder. Vom 7. bis 11. September wird der Tunnel für Autos gesperrt, um Platz für Sonderaktionen zu haben. Lengenfelder: „Es gibt Sonderführungen, Kutschfahrten durch den Tunnel, Musik und ein bisschen Kultur.“
Bereits vor dem Geburtstag, am 13., 20. und 27. August und am 3. September sowie vom 7. bis 11. September ist außerdem eine Sonderausstellung zum Tunnel im Alten Kraftwerk auf Steinwerder Seite zu sehen. Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Tunnelbaus in Hamburg. Die Hamburger Tunnel stellen bis heute – im schwierigen und „wasserreichen“ Untergrund – technische Meisterleistungen der Ingenieurbaukunst dar. Sie dokumentieren aber auch Verkehrsprobleme und -lösungen einer wachsenden Metropole im 20. Jahrhundert.
Anschließend zieht die Ausstellung ins Museum der Arbeit nach Barmbek.
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