Wann beginnt der Umbau des Katharinenhofs?

Die Zufahrt zum Katharinenhof ist wie das gesamte Gebäude mit einem stählernen Bauzaun abgesperrt.

Die Baugenehmigungen liegen dem Eigentümer vor.

Von Wolfgang Westphal.
Der Firma Bishop GmbH - Aeronautical Engineers, ein Zulieferer der Luftfahrt-Industrie, liegen nun alle Baugenehmigungen für den Katharinenhof vor. Nach zähem Ringen hatten sich beim letzten strittigen Punkt, dem Einbau einer zweiten Treppe, Eigentümer Peter Bishop und das Amt für Denkmalschutz geeinigt.
Im Jahr 2009 hatte Bishop den Katharinenhof samt Remise gekauft, um darin eine Denkschmiede für die Luftfahrtforschung mit Appartements und Seminarräumen sowie einem Restaurant in der Remise, dem ehemaligen „Musenstall“, einzurichten. Getan hat sich in den drei Jahren seither nicht viel. Einzige Maßnahme: Der Katharinenhof und einige angrenzende Grünflächen wurden mit einem massiven Zaun umgeben.
Das denkmalgeschützte Gebäude von 1836, benannt nach der Ehefrau des letzten privaten Besitzers, verkommt. Substanz-erhaltende Maßnahmen seien nicht erkennbar, kritisieren viele Blankeneser. Deshalb sammelte der Blankeneser Bürger-Verein e.V. im Sommer 620 Unterschriften für einen Brief, in dem Investor und Behörden aufgefordert wurden, schnellstens alles zu tun, um das Ensemble nicht weiter verfallen zu lassen.
Die Schuld für den Stillstand schoben sich Peter Bishop und die Behörden gegenseitig in die Schuhe. Bishop beklagte die ständigen Verzögerungen beim Baugenehmigungsverfahren. Die Bauverwaltung sah den Grund dafür in immer neuen Änderungsanträgen des Investors.
Wolfgang Kaeser (SPD) Mitglied des Bauausschusses der Bezirksversammlung Altona, sagte: „Peter Bishop reichte die Prüfstatiken einfach nicht ein, so dass der Eindruck entstand, er wolle den Umbaubeginn hinausschieben“. Wie ernst es dem Grundeigentümer mit der Rettung des Katharinenhofs ist, wird sich nun zeigen. Da alle Genehmigungen vorliegen, könnte der Umbau theoretisch sofort beginnen.
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