Vorerst Aus für Fahrstuhl im S-Bahnhof Iserbrook - Deutsche Bahn hat andere Prioritäten!

Hamburg: S-Bahnhof Iserbrook | Die Ausstattung des S-Bahnhofs Iserbrook bleibt leider weiter ein Thema für die Politik. Eine zeitgemäße Lösung ist bis auf weiteres nicht in Sicht. Das ist das Ergebnis einer Anfrage der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok, zu deren Wahlkreis auch der Stadtteil Iserbrook gehört, bei der Deutschen Bahn.

Grundsätzlich plant die DB Station&Service in Abstimmung mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation im Rahmen des „Stationsprogramms“ auch weiterhin Modernisierungsmaßnahmen incl. barrierefreie Ausbauten von Haltestellen. Der S-Bahnhof Iserbrook ist aber erst einmal nicht dabei. Die DB Station&Service begründet das damit, dass Iserbrook am Westzugang bereits durch eine Rampe barrierefrei erschlossen sei. Das ist zwar grundsätzlich richtig, wenngleich die Rampe heute anders gebaut würde. nach heutigen Vorschriften ist sie mit einer Rampenneigung von 7-8% zu steil. (Der heutige Standard beträgt 6%.)

Priorität haben für die Bahn bei den S-Bahnstationen in den nächsten Jahren vorerst Stationen, wo bislang überhaupt kein barierrefreier Zugang vorhanden ist. Dort sollen Aufzügen gebaut werden. „Das ist für die Menschen in Iserbrook ärgerlich, aber verständlich, wenn man die schlechte Situation auf anderen Bahnhöfen betrachtet“ kommentiert die SPD-Stadtentwicklungspolitikerin diese Prioritätensetzung.

Ein kleiner Trost ist, dass der Hamburger nicht komplett vergessen wird. Immerhin wird in diesen Tagen beim S-Bahnhof Bahrenfeld ein Fahrstuhl eingebaut. Beim S-Bahnhof Hochkamp ist er bereits fertig gestellt.
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