Schuften auf eigene Rechnung

Jungunternehmer unter sich: Marcel, Jan Luka, Emre und Daniel (vorne, v.l.) waren vier Wochen lang ihre eigenen Chefs. Kerstin Heuer (l.) und Cornelia Heppner (r.) vom Verein „Future Preneur“ ermöglichten den „Sommerunternehmern“ den Einstieg in die Selbstständigkeit. Beate Kral, Leiterin des Jugendzentrums Kiebitz, stellte die Räume zur Verfügung und verpflegte die Gruppe. (Foto: pr)
Hamburg: Jugendzentrum Kiebitz |

„Die grünen Hilfsmänner“ ist eines der Jungunternehmer-Projekte, das drei Schüler aus Iserbrook in den Sommerferien gründeten

Iserbrook
Die meisten Schüler machen in den Sommerferien Urlaub. Nicht so Marcel, Jan Luka, Emre und Daniel. Sie stiegen als Jungunternehmer ins Geschäftsleben ein. Vier Wochen lang probierten die Schüler als „Sommerunternehmer“ aus, was Selbstständigkeit bedeutet. Das Startguthaben von 200 Euro stellte der Verein Future Preneur zur Verfügung.
„Wir sind die grünen Hilfsmänner“, stellte Jan Luka sich, Emre und Daniel vor. „Wir machen Gartenarbeiten, reparieren Räder, gehen Einkaufen und erledigen alle Arbeiten rund ums Haus“, erläuterte er.
Der vierte Jungunternehmer ist Marcel. Er programmiert Web-Seiten. Für eine Tanzschule hat er bereits eine Firmenseite gestaltet.
Einen Monat lang trafen sich die 15- bis 17-Jährigen im Jugendzentrum Kiebitz mit Kerstin Heuer und Cornelia Heppner vom Verein Future Preneur. „Wir haben erst einmal gemeinsam geschaut, welche Fähigkeiten und Kompetenzen die Jugendlichen haben. Daraus wurde dann eine Geschäftsidee entwickelt“, blickte Heuer zurück. Sie setzte das bundesweit einmalige Projekt „Sommerunternehmer“, das aus Schweden kommt, in Iserbrook um.
Für die Jungunternehmer hieß es: Ärmel hochkrempeln! „Wir haben Flyer gedruckt, Werbematerial gekauft und herumtelefoniert, um uns bekannt zu machen“, schildert Emre. „Den ein oder anderen Job haben wir bekommen.“
„Oft haben die Jugendlichen Traumvorstellungen von der Selbstständigkeit. Jetzt konnten sie erleben, was wirklich dazu gehört“, so Heppner.
Eine Konkurrenz zu den „echten“ Selbstständigen waren die Schüler nicht. „Es ist in erster Linie ein pädagogisches Projekt, das nach den Sommerferien endet. Die Schüler sollen ihre Fähigkeiten entdecken, und es soll vorstellbar werden, im zukünftigen Beruf auch selbstständig sein zu können“, erläuterte Kerstin Heuer. Bei Emre hat´s gewirkt: „Ich könnte das später auch als Beruf machen“, war er sich sicher.
Die vier Schüler wurden zu Projektende mit einem Diplom der Hamburger Handelskammer ausgezeichnet.
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