Zoff mit Denkmalschutzamt?

Dieser ehemalige Hof an der Reichsbahnstraße/Kapitelbuschweg sorgt für Diskussionen. Foto: da
Hamburg: Eidelstedt |

Hof an Reichsbahnstraße erschwert Wohnungsbau

von Jonas Hammel

Vor dem Hintergrund akuter Wohnungsnot in Hamburg sollen im Kapitelbuschweg/ Reichsbahnstraße schätzungsweise 45 neue Miet- und Eigentumswohnungen entstehen. Ein Inves-tor für den Bau neuer Wohnungen ist bereits gefunden – der Name wird jedoch noch nicht bekannt gegeben.
Das Plangebiet, ursprünglich als Gewerbegebiet ausgewiesen, umfasst den Bereich westlich der Kieler Straße, nördlich der Reichsbahnstraße und östlich der Mühlenau. Der Bebauungsplans „Eidelstedt 72“ verfolgt das Ziel, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein allgemeines Wohngebiet zu schaffen.
Doch jetzt droht ein Konflikt. Der Grund: Auf dem Grundstück Reichsbahnstraße 10 befindet sich eine Hofanlage mit einem um 1900 erbauten Wirtschaftsgebäude. Dabei handelt es sich laut Denkmalschutz um ein sogenanntes „erkanntes“ Denkmal. Dies ist die Vorstufe zu einem eingetragenen Denkmal.
Ein Mitglied der Eigentümerfamilie des Hofes signalisierte jüngst auf der öffentlichen Plandiskussion Gesprächsbereitschaft. Doch das Denkmalschutzamt könnte dem Bezirksamt Eimsbüttel einen Strich durch die Rechnung machen. Frank Döblitz (CDU), Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses, sieht darin einen Eingriff in die Eigentumsfreiheit: „Es kann nicht sein, dass das Denkmalschutzamt dem Eigentümer vorschreibt, was er mit seinem Eigentum zu tun oder zu lassen hat“, so der Christdemokrat.
In den nächsten Tagen sollen erste Gespräche zwischen den Stadt- und Landschaftsplanern des Bezirks Eimsbüttel, dem Eigentümer und dem Denkmalschutzamt beginnen.
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