Versicherungen: Hauptsache die Anderen sind die Deppen!

Kein Schaden an Frontseite, Scheinwerfer und Blinker. Aber laut AXA frontal gegen eine geöffnete Türe gefahren.
Wenn es darum geht, in Leistung zu gehen, dann sind die Versicherungen sehr kreativ, das abzulehnen. Eigene Kunden werden nur unter Mithilfe der Anspruchsteller gefunden, Schadensformulare können nicht zugestellt werden, alle Gesetze mathematischer, physikalischer und logischer Art werden ad absurdum geführt.

Ein Paradebeispiel ist die AXA. Bereits am 16. Januar 2012 gegen 17.35 Uhr, passierte folgendes. Ein PKW-Fahrer fuhr mit seinem Fahrzeug aus der Kieler Straße kommend, in den Wördemanns Weg. An zehn (!) dort geparkten Fahrzeugen ist er bereits vorbeigefahren, als an seinem Fahrzeug durch das plötzliche Öffnen einer Türe ab der Mitte der vorderen Radachse ein Schaden entstand. Der eingeschaltete vereidigte Gutachter bestätige das vorbehaltlos.

Was sich die AXA erlaubt, ist unvorstellbar. Obwohl der Rechtsanwalt des Geschädigten und dieser selbst sowohl Rufnummer, als auch Anschrift der Unfallgegnerin übergeben haben, dauerte es bis Mitte April, also über ein Vierteljahr, um den Sachverhalt von ihrer Versicherten einzuholen. Angeblich konnte die Schadensanzeige nicht zugestellt werden, man wisse nicht, wo diese wohne. Nur, offensichtlich wurde das Fahrzeug der Unfallgegnerin vorher abgemeldet, da fragt man sich, wie das ohne Korrespondenz mit der Versicherung geht?

Am 9. Mai 2011 teilt die AXA mit, dass der Geschädigte beim Vorbeifahren gegen eine bereits geöffnete Türe gefahren wäre, den Unfall alleine und schuldhaft verursacht habe! Nur, weder Frontseite, noch Scheinwerfer oder die im Scheinwerfer angebrachten Blinker sind beschädigt. Der vereidigte Gutachter sieht das genau so.

Zudem zaubert die AXA nunmehr eine angebliche Zeugin aus dem Hut, die aussagt, sie habe gesehen, wie eine Frau auf der rechten Seite stand, neben ihrem Auto und hatte die Türe in der Hand. Wäre das der Fall gewesen, dann hätte die mit in den Unfall verwickelte Frau mindestens schwer verletzt, wenn nicht gar getötet werden müssen.

Die AXA stört das wohl nicht. Ob hier in einem zu erwartenden Prozess jemand wegen uneidlicher oder eidlicher Falschaussage belangt wird oder nicht. Wen juckt das? Hauptsache ist doch, dass die Anderen die Deppen sind.
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