Stellinger Wasserturm ist 100 Jahre alt

Högenstraße - Stellinger Wasserturm mit Stadthäusern
Bewohner und Stadtteilschule feiern gemeinsam den runden Geburtstag

Am Samstag, d. 1.September 2012, wollen die Bewohner des Stellinger Wasserturms, der dazugehörigen Stadthäuser und die 1350 Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Stellingen gemeinsam das 100 jährige Jubiläum des Stellinger Wahrzeichens mit einem Kultur- und Stadtteilfest begehen.

Hierzu laden sie alle Bewohner Stellingens, Vereine, Kirchen und Institutionen herzlich ein.

Für eine Ausstellung und eine Broschüre sucht der Festausschuss Dokumente, Fotos, Geschichten, Kurioses aus der 100 jährigen Geschichte eines der letzten Wassertürme Hamburgs.

Zur Historie:
Die gesamte Anlage zur Wasserversorgung wurde vom Sommer 1911 bis Frühjahr 1912 erbaut. Bauleitung: Ludwig und Hermann Mannes.
Der Wasserturm bekam die Fassade eines Bürgerhauses. Die Umgebung wurde gartenförmig gestaltet, breite Freitreppen wurden angelegt. Helle Putzflächen zeigten die Position des eisernen Kugelbodenbehälters, der auf Pfeilern ruhte. Oberhalb des Behälters war eine Aussichtsgalerie angelegt. Das Dach war mit Kupferplatten gedeckt, das 47,49 m hohe Bauwerk aus Lüneburger Handstrichziegeln gefertigt.
Aus 18 m Tiefe förderten mit einem Dieselmotor angetriebene Pumpen aus zwei Brunnen 500m3 Wasser für den Sammelbehälter. Der Kölner Architekt Max Stirn wurde mit der Planung des Wasserturms beauftragt. Der höchste Wasserstand lag bei 32,5, m über dem Gelände.
Der Wasserpreis betrug damals in Stellingen 25 Pfennig pro Kubikmeter.
Die Vorderfront des Wasserturms schmückt noch heute ein Bronzerelief des Weimarer Professors Elster mit der Aufschrift: „Der Tiefe entsprungen hebt Quellflut zur Höhe der Erdgebornen beglückte Geschlechter. Zum Segen für Stellingen-Langenfelde schuf die Gemeinde ihr Wasserwerk im Jahre 1911.“
Bis 1974 blieb der Turm in Betrieb. Neue Elektropumpen hatten den Turm überflüssig gemacht.
1979 verkauften die Wasserwerke den Turm und das dazugehörige Gelände.
Behälter und Aussichtsgalerie wurden entfernt.
Da der Turm nicht unter Denkmalschutz stand, konnte ein Treppenhaus- und Fahrstuhlturm, um in die in elf Etagen angelegten Eigentumswohnungen zu gelangen, angebaut werden. In der Gartenanlage entstanden acht Stadthäuser.
Der Wasserturm ist von der Stadtteilschule Stellingen, der Grundschule Brehmweg, von Kleingärten sowie dem Stadtpark Eimsbüttel umgeben.



Kontakt:
Dr. Helmut Fröchling, Stellinger Wasserturm, 722 02 62, giselmut@freenet.de
Cläre Bordes, Stadtteilschule Stellingen, 428 898 01, claerebordes@googlemail.com
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