Stellingen an Schulbehörde: „Rechtzeitig planen!“

Noch haben sie am Sportplatzring ihre Heimat, aber in ein paar Jahren sollen Oberstufenschüler der Stadtteilschule Stellingen am Brehmweg lernen. Schulleiter Bernd Mader (2.v.l.) unterstützt die Umzugspläne, fordert aber, dass rechtzeitig und vernünftig geplant wird.
Hamburg: Oberstufe Stadtteilschule Stellingen |

Stadtteilschule Stellingen soll am Brehmweg erweitert werden – Schulleitung wünscht sich zügige Planung

Oberstufengebäude weg, eine große Fläche für Wohnungsbau: Das sind die Pläne am Sportplatzring in Stellingen. Die Stadtteilschule hat im Prinzip nichts dagegen, ihre Flächen aufzugeben – fordert aber gleichwertigen Ersatz.
Etwa 300 Schüler besuchen die Klassen 11 bis 13 an der Stadtteilschule. Sie haben bisher ein Fleckchen nur für sich am Sportplatzring. Doch das müssen sie voraussichtlich aufgeben. Es gibt Pläne, die Oberstufe am Stammsitz der Stadtteilschule am Brehmweg unterzubringen. Dafür müssten etliche Gebäude neu gebaut werden. Schulleiter Bernd Mader hat im Prinzip nichts gegen die Verlagerung. Im Gegenteil: Die Schule selbst will schon länger, dass sie an einem Standort zusammengelegt wird. „Die Pendelei kostet Zeit und Energie“, sagt Mader.
Am Brehmweg – gut einen Kilometer entfernt – gibt es genügend Platz für alle 1.150 Schüler der Statdtteilschule. Eine Aula und eine Mensa sind bereits geplant, eine neue Sporthalle soll dort auch entstehen. Mader wünscht sich, dass bei den Planungen für den Brehmweg bereits der Umzug der Oberstufe mit berücksichtigt wird. „Wir hoffen, dass vernünftig und rechtzeitig geplant wird, damit kein Containerdorf als Übergangslösung enstehen muss.“ Schätzungsweise in vier oder fünf Jahren soll die Schule umziehen, laut Mader müssten spätestens in zwei Jahren die Planungen abgeschlossen sein. Am Brehmweg sind die Gebäude vor ein paar Jahren komplett saniert und gut ausgestattet worden.
Am Sportplatzring gibt es in mehreren Trakten insgesamt 25 Klassenzimmer und Fachräume plus eine Sporthalle. Die Gebäude mit dem Betoncharme der 60er Jahre sind sanierungsbedürftig. Dass die Oberstufe von dort weichen muss, ist recht sicher. Manche Schüler wird das wohl ärgern: „Der Standort wird geliebt. Die Schüler werden mir noch die Hölle heißmachen“, sagt Mader lachend.


Wohnungsbau statt Schule und Sport


Auf den jetzigen Sportplätzen zwischen Kieler Straße und Sportplatzring soll ein neues Wohnquartier entstehen. Der Bezirk Eimsbüttel will dafür so viel Platz wie möglich haben – da käme der Umzug der Oberstufe gerade recht. Auch das Haus der Jugend und ein benachbarter Spielplatz werden in die Planungen mit einbezogen. Die Sportplätze werden an die Vogt-Kölln-Straße verlagert.
Etwa 400 bis 600 Wohnungen könnten laut Bezirksamt Eimsbüttel am Sportplatzring entstehen. Ein Teil davon sollen geförderte, günstige Wohnungen sein.
Eine Entscheidung über die Aufgabe der Oberstufe gibt es derzeit noch nicht. Laut Finanzbehörde, zuständig für Grundstücksverkäufe, werde das geprüft. Ein Umzug der Schule würde nach Wochenblatt-Informationen schätzungsweise elf Millionen Euro kosten.
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