Sperrung A 7: Chaos blieb aus

Ungewohntes Bild: Ein Fußgänger überquerte am Sonntag die A 7 – ohne Gefahr für Leib und Leben. Foto: rs
Hamburg: Güterumgehungsbahnbrück |

Autofahrer haben Eidelstedt gemieden, Umleitungen genutzt oder ihre Autos stehen lassen

von Reinhard Schwarz

Aufatmen bei den Verantwortlichen: Die Folgen der Vollsperrung der A 7 von Freitag bis Sonntag hielten sich im Rahmen. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Weil eine Eisenbahnbrücke Höhe Olloweg durch eine längere Brücke ersetzt werden musste, wurde das Autobahnteilstück zwischen den Auffahrten Eidelstedt und Stellingen gesperrt. „Besser hätte es gar nicht laufen können“, zeigte sich Helma Krstanoski, Sprecherin der Verkehrsbehörde, erleichtert.
Krstanoski: „Es war ein gutes Zusammenspiel aller Akteure, und nicht zuletzt haben die Autofahrer die Empfehlungen angenommen.“ Der Ratschlag: Die Autofahrer mögen den Bereich doch bitte weiträumig umfahren.
Wer das nicht konnte oder wollte, landete im Nadelöhr – der nur einspurigen Holsteiner Chaussee. Die Autofahrer muss-ten von dort über die Kieler Straße zur Auffahrt Stellingen, wenn sie aus dem Norden kamen. „Am Sonnabend war es am schlimmsten, aber Freitag war auch schlimm“, konnte Anwohner Sieghardt Ross (68) beobachten. Am Sonntag herrschte auf der Holsteiner Chaussee Stopp-and-Go-Verkehr, die Autofahrer kamen nur langsam voran. „Es ist aber mehr Stopp als Go“, scherzte Claus Poplutz aus St. Michaelisdonn, der am Sonntag mit zwei Freunden unterwegs nach Schwarzenbek war und auf einer Tankstelle an der Holsteiner Chaussee Rast machte.
„Ich fand es relativ harmlos im Vergleich zu dem, was angekündigt wurde“, sagte der Eidelstedter Peter Münster. Auch ein Schnelsener zeigte sich positiv überrascht: „Ich hatte gedacht, dass die Holsteiner Chaussee total dicht wird – und jetzt haben wir hier am Sonntag immerhin noch Schrittgeschwindigkeit. Wir haben uns darauf eingerichtet und den Wagen stehen lassen.“
Bei den Betrieben des Öffentlichen Nahverkehrs zeigt man sich ebenfalls zufrieden. „Wir hatten lediglich Verspätungen von bis zu 20 Minuten“, so Kay Goetze, Sprecher der VHH/PVG, „aus unserer Sicht ist es gut gelaufen.“
Auch die Brückenarbeiten seien zügig vorangekommen, erklärte Behördensprecherin Krstanoski: „Die neue Brücke war bereits am Sonnabend fertig, am Sonntag wurden noch Gleise verlegt.“ Entsprechend konnte die Autobahn sogar einige Stunden früher als angekündigt für den Verkehr freigegeben werden.
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