Speakers Corner für den Volkspark Altona?

Eine Ecke für Redner im Altonaer Volkspark? Es gibt Für und Wider!
London und Hamburg? Manchmal glaubt man an eine Seelenverwandtschaft der beiden Metropolen, weil es viele Gemeinsamkeiten gibt. Eine solche ist zum Beispiel das Vorhandensein von Parkanlagen. Die bekannteste Anlage in London ist mit Sicherheit der "Hyde-Park", in Hamburg der "Volkspark". Fragt man nun einen Hamburger der London kennt, was ihn am dortigen "Volkspark" beeindruckt, dann hört man oft genug das Wort "Speakers Corner", mithin die Ecke der Redner. Fragt man nun einen Londoner, der Hamburg kennt, über den Hamburger "Hyde - Park", dann kommt dieser ins Schwärmen, es sei alles vorhanden, bis auf, eben diese "Ecke der Redner".

Brauchen wir so etwas im Volkspark in Altona? Vieles spricht dafür: die Meinungsfreiheit, die unkomplizierte Art, für einen Vortrag nicht erst lange einen Saal oder Raum mieten zu müssen, seine Ansicht jederzeit an einem bestimmten Tag ohne lange Vorbereitungen äußern zu können und den Umstand, dass man eine, an anderen Orten, wie eben zum Beispiel dem Londoner Hyde - Park, schon erprobte Attraktivität in der touristischen Szene hat. Also her damit?

Einiges spricht aber auch dagegen: Wird die Ecke der Redner nicht zu einem politischen Instrument umfunktioniert, zum Beispiel aus der rechten Szene? Wird der Platz tatsächlich als Relikt der freien Meinungsäußerung genutzt oder wird er, zum Beispiel von angetrunkenen Besuchern, nicht zu einem Ort von Pöbeleien und Randalen umfunktioniert?

Die Londoner Erfahrungen sind durchaus positiv. Können Sie aber eins zu eins auf Hamburg übertragen werden? Sicher, Hamburg gilt als Deutschlands Vorzeigestadt in Sachen Liberalität, Toleranz und Weltoffenheit.

Die Forderung, auch wir Hamburger sollten eine "Ecke der Redner" in unserem Volkspark haben, die kann und muss man vertreten. Es gilt lediglich, die Bedingungen einer Umsetzung im Vorwege zu klären und nicht erst, "wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist".

Vielleicht liegt sogar eine wirtschaftliche Chance darin, wenn mobile Kleingewerbetreibende oder Dienstleister bereit sind, sich zu engagieren. Der Tourismus ist immer eine monetäre Chance. So könnte Hamburg eine Attraktion mehr haben, und das wäre sicherlich kein Nachteil.
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Dieter Schmidt aus Altona | 26.07.2012 | 08:02  
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