Setzen Sarrazin, das ist eine glatte „Sechs“!

Im Kampf um die berufliche Rückkehr oftmals ein Kampf gegen Windmühlen und der Flügel. Die Mitarbeiter der Jobcenter.
Was die Mitarbeiter in den Jobcentern manchmal aushalten müssen, das geht im wahrsten Sinne auf keine Kuhhaut. Trotz hohem Einsatz für ihre Kunden können und dürfen sie nicht über den Schatten des Gesetzes springen. „Wenn wir so dürften, wie wir könnten – dann wäre alles in Ordnung. Aber so kriegen wir den Ärger der Teilnehmer ab, Ärger, für den wir gar nichts können!“

So eine Mitarbeiterin eines Jobcenters im Landkreis Harburg und das kann Albert Weisshaar nur unterstreichen. Weisshaar kennt das hohe Engagement der meisten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Jobcenter aus der täglichen Zusammenarbeit mit ihnen und er weiß, dass hier ein Kampf geführt wird, der an denjenigen des Don Quichotte de Cervantes, des Ritters von der traurigen Gestalt, welcher gegen Windmühlen und deren Flügel einen vergeblichen Kampf geführt hat, erinnert.

Es ist das Gesetz: Arbeitslosengeld II im Voraus, nach Re-Integration in das Berufsleben aus der Arbeitslosigkeit in das Berufsleben, Zahlung des Lohnes bzw. des Gehaltes im Nachhinein. So fehlt ein kompletter Monat vom Einkommen her betrachtet. Zwar gibt es in vielen Fällen 2 Monate Fahrgeld, aber eben auch erst im Nachhinein, während in der Praxis die Fahrtkosten halt auch im Vorwege zu bezahlen sind, da man sonst gezwungen ist „Schwarz“ oder gar nicht zu fahren. Außerdem ist das ganze noch mit einem erheblichen Papieraufwand verbunden, so dass viele Rückkehrer in den Beruf in voller und ernst gemeinter Verzweiflung sagen: „Wenn wir das gewusst hätten, dann wäre es einfacher gewesen, weiter ALG 2 zu empfangen! – Hier werden die Integrationsbemühungen ad absurdum geführt.“ Bestraft werden die ernsthaften Bemühungen, gefördert die Faulheit!

Statt sich ohne Basiswissen in Verunglimpfungen pauschaler Art zu stürzen, hätte Herr Sarrazin sich Gedanken machen sollen, wie diesem Problem begegnet werden kann. Aber schließlich lässt sich damit kein Geld verdienen, mit Polemik und einem „eine neue Sau durch die Gasse treiben“ dagegen schon. Was sagt uns das: „Setzen Sarrazin – das ist eine klare Sechs!“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.