Schutz in Stellingen

Westphalen und Dr. Sevecke
Die Behörde für Inneres und Sport informierte im Haus der Jugend Stellingen zusammen mit dem Bezirksamt Eimsbüttel über eine neue Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Auf einem Parkplatz der Universität in der Vogt-Kölln-Straße werden bis zu 600 Schlafplätze in Containern und Zelten kurzfristig eingerichtet. Wann die Belegung beginnt, ist unklar. Das öffentliche Unternehmen fördern & wohnen wird die Einrichtung betreiben. Auf der Anlage wird rund um die Uhr ein Wachdienst vor Ort sein.

Hamburg muss aufgrund bundesgesetzlicher Regeln rund 2,5 Prozent aller in Deutschland Schutz suchenden Menschen aufnehmen. Im 1. Halbjahr 2015 wurden 5.725 Flüchtlinge öffentlich untergebracht. Damit wurden bereits im ersten Halbjahr 2015 die Zahlen des gesamten Vorjahres 2014 erreicht.

Aktuell kommen rund 200 bis 300 Flüchtlinge täglich nach Hamburg. Aufgrund der hohen und weiterhin stark steigenden Zugangszahlen von Flüchtlingen müssen deshalb in Hamburg immer wieder kurzfristig Standorte zur Unterbringung eingerichtet werden. Andernfalls droht den Schutz suchenden Menschen die Obdachlosigkeit.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Dr. Sevecke und Frau Westphalen von der BIS informierten umfänglich über die Situation. Zahlreiche Bürger konnten Fragen stellen. Dabei standen Fragen nach weiterem Wohnungsbau im Vordergrund, um die Zeltunterbringung zu vermeiden. Um den Wohnungsbau nicht zu gefährden, werden zur Zeit gewerbliche Flächen für die Unterkünfte genutzt.

Neben dem Fachbereich Informatik sagten alle Stellinger Institutionen Unterstützung zu, dazu gehören das Bürgerhaus , das Bürgerkomitee und der Bürgerverein. Insgesamt war die Stimmung sehr sachlich und von Hilfsbereitschaft geprägt. Es fanden sich viele Bürger, die sich dem runden Tisch zur Unterkunft anschließen wollen, weitere Hilfe ist sehr willkommen.
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