Neuer Chef für 108 Polizisten

Olaf Sobotta (M.) wurde vom leitenden Polizeidirektor Wolfgang Brand (l.) in sein neues Amt als Chef des Polizeikommissariats (PK) 27 eingeführt. Sven Köhler, bisher Leitender im PK 27, wechselt an die Spitze des Mobilen Einsatzkommandos (MEK). Foto: rs
Hamburg: Polizeikommissariat 27 |

Olaf Sobotta leitet das Polizeikommissariat 27 an der Koppelstraße

Reinhard Schwarz, Eidelstedt/Stellingen
Wenn Olaf Sobotta von seinem Schreibtisch nach draußen schaut, hat er gleich ein Problem im Blick: den täglichen Dauerstau auf dem Sportplatzring kurz vor der Kieler Straße. Sobotta ist seit 1. November der neue Chef im Polizeikommissariat (PK) 27 an der Koppelstraße. Der 47-Jährige löst Sven Köhler ab, der nach fast vier Jahren in Stellingen an die Spitze des Mobilen Einsatzkommandos berufen wurde. Für Olaf Sobotta, bisher Vizechef beim Bahrenfelder PK 25 in der Notkestraße, ist dies ein Karrieresprung. Er ist jetzt verantwortlich für 108 Polizeibeamte inklusive Kriminalpolizei – und damit auch für die Sicherheit in Eidelstedt und Stellingen.
Olaf Sobotta, gebürtiger Hildesheimer, kam über den Bundesgrenzschutz (BGS) zur Polizei: „Eigentlich komme ich aus einer Handwerkerfamilie und wollte ursprünglich Zimmermann werden.“ Doch schließlich bewarb er sich mit 16 Jahren beim Bundesgrenzschutz (BGS), der mittlerweile zur Bundespolizei umgewandelt wurde. Am 2. November 1981, das Datum hat er noch genau im Kopf, begann seine Ausbildung in Goslar und Lüneburg. 1988 beantragte Sobotta den Wechsel zur Polizei. Grund: Der unstete Dienst beim BGS, ständig neue Einsatzorte, darunter litt das Familienleben.
Die erste Station im Polizeidienst war für Olaf Sobotta die Davidwache auf St. Pauli, vermutlich kein Job für Zartbesaitete. Ab 1995 folgten Ausbildungen zum höheren Dienst, Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, schließlich die Leitungsaufgabe im Kommissariat Eidelstedt/Stellingen. Mit Kommentaren zur Kriminalitätsentwick-lung in den beiden Stadtteilen hält sich Olaf Sobotta noch zurück: „Ich will mir erst in Ruhe einen Überblick verschaffen.“ Räumt dann aber ein, dass die Polizei durchaus das Thema Wohnungseinbrüche schärfer im Visier habe, zumal das die Menschen in ihrem direkten Umfeld betreffe.
Ruhender Pol für den Witwer und alleinerziehenden Vater dreier Kinder im Alter von 13, 15 und 17 Jahren ist die Familie mit dem Haus bei Lüneburg: „Ich erhole mich bei der Arbeit in unserem großen Garten.“ Hobbys habe er eigentlich keine, sagt der sportliche Niedersachse, der sich mit Schwimmen und Joggen fit hält: „Ein großes Haus und drei Kinder – das ist Hobby genug.“
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