Nachbarn wollen kein Mehrfamilienhaus

Eine Visualisierung: So wird der Neubau aussehen.

Eigentümer beginnt mit Bauvorhaben -
Nachbarn sammeln für Bürgerbegehren

Der Baucontainer ist aufgestellt. Die Abrissarbeiten haben begonnen. Auf dem Grundstück Sülldorfer Mühlenweg 93 soll eine zweigeschossige Villa mit ausgebautem Dachgeschoss entstehen. Die Baugenehmigung ist durch. Die Nachbarn kämpfen gegen das Bauvorhaben weiter.

Vier Anlieger wollen durch ein Bürgerbegehren verhindern, dass auf ihrem Nachbargrundstück ein Haus in der Größenordnung gebaut wird. 400 Unterschriften hat die Interessengemeinschaft (IG) Sülldorfer Mühlenweg bis jetzt gesammelt.
Dabei haben die Blankeneser Fabian und Domenic Maus nach eigenem Bekunden bereits ihre Baupläne angepasst. Zum Beispiel auf die vom Bauamt genehmigte Dachterrasse verzichtet. Statt rund 15 Meter bauen sie jetzt nur noch 12,50 Meter hoch. Es ist ihr erstes Neubauprojekt. Acht Eigentumswohnungen sind geplant. „Wir wollen uns nicht streiten. Wir wollen eigentlich nur bauen“, fasst Domenic Maus von Maus Immobilien ihr Dilemma zusammen.
Geschockt sind die Brüder von der Art, wie ihre Gegner vorgehen. Ein Flyer zeigt eine Ratte auf einem Haus, das in einer Mausefalle steht. Als anderes Motiv ist eine Skyline über das Treppenviertel drapiert. „Die Kampagne ist unter der Gürtellinie“, sagt Fabian Maus.
„Wir müssen es überspitzt formulieren, um auf die Situation aufmerksam zu machen“, erklärt Rüdiger Dornhof von der IG. „Wir wollen das Erscheinungsbild von Blankenese erhalten.“ Er kritisiert auch das Vorgehen des Bauamtes Altona: „Die Baubehörde hat auf unsere Anfragen nicht reagiert. Eine Akteneinsicht war uns nicht möglich.“ Nach erfolgloser Dienstaufsichtsbeschwerde behält sich die IG vor, ein Strafverfahren gegen das Bauamt einzuleiten. „Wir halten uns diese Option offen.“
Fabian und Domenic Maus werden nun anfangen zu bauen: „Mit dem Bau hätten wir schon vor Monaten starten können. Doch wir wollten die Gespräche mit den Nachbarn nicht gefährden.“ Domenic Maus ergänzt: „Wir haben uns wirklich bemüht und eine große Kompromissbereitschaft an den Tag gelegt. “
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