Langenfelde demonstriert

Die Veranstalter von der Bürgerinitiative "Langenfelder Signal" waren überrascht, als gut 600 Anwohner ihrem Demoaufruf gefolgt waren. Der Demonstrationszug formierte sich an der Ecke Wolffstraße / Kielerstraße, um zur geplanten Baustellenzufahrt am Kleingartenverein Besthöhe zu ziehen. Auf zahlreichen Transparenten waren die Forderungen zu lesen. Die Verhinderung der LKW-Zufahrt durch das Wohngebiet des stark belasteten Stadtteils stand im Mittelpunkt der Forderungen.

Der Ausbau des Bahnhofs Diebsteich zu einem repräsentative Fernbahnhof ist mit erheblichen finanziellen Risiken verbunden. Die geplante verkehrliche Erschließung belastet Stellingen einseitig. Statt dessen sollte sie von Westen erfolgen. Holstenkamp und Schnackenburgallee müssen dafür ertüchtigt werden. Die begonnene Entlastung der Kieler Straße, wie am Eimsbütteler Marktplatz, muß fortgeführt werden.

Der Demonstrationszug machte noch einen Sonderrunde durch den Försterweg und brachte zeitweise den Verkehr zum Erliegen. Die gesamte geplante Baustraße wurde abgegangen und endete in der Kleingartenanlage Besthöhe bei den besonders betroffenen Bahngärten am geplanten Baugebiet.

Die Initiative hatte eine Protest-Meile errichtet. Sie lud bis in die Abendstunden zu Essen & Trinken und einem umfangreichen Kulturprogramm ein. Infostände, offene Gärten und Kinderspiele zogen zahlreiche Besucher an.

Stadtteilaktivistin Inge Zichel war zufrieden und erklärte am Ende der Veranstaltung: "Die Erschließung der Baustelle durch Wohngebiete und Kleingärten muß verhindert werden, dafür werden wir weiter kämpfen."
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Dieter Appelt aus Stellingen | 13.07.2016 | 09:23  
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