Kunst und Beratung

Kersten Artus
Die Beratungsstelle „sMUTje“ für junge Menschen mit Essstörungen in Stellingen hat zum dritten Mal eine Ausstellungseröffnung durchgeführt. Mittlerweile hat sich die kleine Kunstgalerie herumgesprochen und eine Verdener Künstlerinnengruppe präsentierte ihre Bilder. Die deutsch-französische Gruppe „Malzeit am Wall“ hat sich mit dem Thema Essstörungen auseinandergesetzt.

Die Ausstellung wurde von der Vizepräsidentin der Hamburger Bürgerschaft, Kersten Artus eröffnet. Sie stellte zum Thema fest: „Die Essstörung ist Trotzreaktion und Kontrollinstrument zu gleich. Deswegen ist es ein bedeutsamer Schritt für jedes Mädchen, jede Frau, ihren Körper als das einzigartige Geschenk anzunehmen und nicht gegen ihn zu kämpfen. Denn, das wissen viele hier im Raum Versammelte, diesen Kampf kann man nur verlieren.“

Sie ließ sich die Ausstellung von den Künstlerinnen erläutern, die alle nach Hamburg angereist waren. Frau Artus dazu: „Diese Körpervielfalt wie in dieser Ausstellung darzustellen, ist nicht nur ein wichtiger Beitrag, es ist auch ein Augenschmaus.“

Das fand auch das zahlreich anwesende Publikum und einige Bilder fanden sogleich Käufer. Die Künstlerinnen waren beeindruckt von der Wirkung ihrer Bilder in den Therapieräumen. Die Französin Sylvie Hacault sagte, dass die Werke berühren sollen. Offensichtlich passen engagierte therapeutische Arbeit und ausdrucksstarke Kunst gut zusammen.

Der Ehrenvorsitzende des Eidelstedter Bürgervereins, Ulrich Winkel und der Vorsitzende des Eidelstedter Bürgerhauses, Joerg Kilian sind beide sehr aktiv in Sachen Stadtteilkultur und äußerten sich zufrieden, dass Stellingen mit sMUTje eine schöne Kunstgalerie bekommen hat. Sie gibt der Stadtteilkultur neue Impulse.
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