Krach vor der Haustür

An der Kieler Straße in Höhe der Häuser 622-693 ist bis Ende November mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Foto: fh
Hamburg: Kieler Straße / Reichsbahnstraße |

Kieler Straße: Hamburg Wasser erneuert Trinkwasserleitungen

Frauke Heiderhoff, Eidelstedt
Ein Bagger sowie Baufahrzeuge stehen an der Kieler Straße/Ecke Reichsbahnstraße. Der Grund: Hamburg Wasser erneuert die Versorgungsleitungen sowie die Hausanschlüsse. Um dies zu ermöglichen ist jetzt die Reichsbahnstraße zur Sackgasse geworden und in Höhe der Kieler Straße 622 komplett gesperrt. Umleitungen sind ausgeschildert. Fahrzeuge können die Baustelle – besonders zu Stoßzeiten – nur langsam passieren.
Mit Behinderung des Verkehrs ist laut Auskunft von Hamburg Wasser bis Ende November zu rechnen. Betroffen ist die Strecke zwischen den Häusern 622 bis 693 der Kielder Straße. Während der gesamten Bauarbeiten steht nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Der Anliegerverkehr ist frei. Parkplätze stehen im Baustellenbereich jedoch nur eingeschränkt zur Verfügung. Derzeit erstellen Anwohner der Firma Vorwerk einen Rohrgraben für eine neue Wasserleitung. Die neuen Rohre werden neben die alten verlegt: Die maroden Leitungen zu sanieren wäre zu kostspielig geworden.
Einige Geschäftsleute wie das Team der Eidelstedter Industrie-Apotheke sind genervt. Denn einige Mitarbeiter müssen derzeit Umwege in Kauf nehmen. Auch der „Krach direkt vor der Haustür“ ist für sie eine Belastungsprobe. Rentner Gerhard Wiechmann hat derweil für die Arbeiten zwar „vollstes Verständnis“. Weniger begeistert ist der Anwohner des Olloweges jedoch von längeren Fahrzeiten, die er „auf der Katastrophenstraße“ – ohnehin viele Staus und chaotische Fahrweisen – in Kauf nehmen muss. „Ich muss jetzt immer eine große Schleife fahren“, klagt Gerhard Wiechmann. Und Rentnerin Cecilia Scheller rechnet mit längeren Busfahrzeiten.
Anwohner Markus Kazocins fühlt sich hingegen von Lärm und Stau nicht gestört. „Ich wurde rechtzeitig per Infozettel von den Bauarbeiten informiert.“ Er habe sich auf die „absolut notwendigen Arbeiten“ einstellen können. Auch Nicole Pietsch, Geschäftsinhaberin eines Fachbetriebes, sagt: „Wir haben in Folge der Bauarbeiten keine Nachteile. Im Gegenteil ist es gerade angenehmer: Es rasen nicht so viele Lkw durch die Reichsbahnstraße.“
Die Vollsperrung wird in einigen Tagen – nach circa zwei Wochen – wieder aufgehoben.
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