Isebek-Zaun wird umgebaut

Der Zaun gegen Obdachlose unter der Goebenbrücke wird teilweise abgebaut: Die Schlafplätze sollen wieder zugänglich sein. Foto: cv

Bezirksamt beseitigt Sperre gegen Obdachlose

Von Carsten Vitt. Der umstrittene Obdachlosenzaun am Isebekkanal wird geöffnet. Die Schlafplätze unter der Goebenbrücke sollen demnächst wieder zugänglich sein. Im Frühjahr hatte das Bezirksamt Eimsbüttel eine Welle der Empörung ausgelöst, als bekannt wurde, dass die Behörde einen Zaun bauen ließ, um Obdachlose von ihren Schlafplätzen am Kanal abzuhalten. Offiziell aus Sicherheitsgründen.
Nach Protesten aus der Bevölkerung und aus der Bezirkspolitik gab es einen Kompromiss: Der Zaun wird umgebaut. Diese Woche lässt das Bezirksamt die Seitenteile der Zaunanlage abmontieren und einlagern. Zum Kanal hin soll es eine Art Gatter geben, dass die Obdachlosen davor schützt, ins Wasser zu rollen. Kosten für das alles: mehr als 5.000 Euro.
Mit dem Auf- und Wiederabbau hat Eimsbüttel es auch in das Schwarzbuch des Bunds der Steuerzahler geschafft: „Erneut wurde ein Zaun aufgestellt, um Obdachlose fernzuhalten. Die Begründung, somit verhindern zu wollen, dass hier Menschen ins Wasser stürzen und ertrinken könnten, halten wir für vorgeschoben. Denn ansonsten können wir ja demnächst die gesamte Alster einzäunen.“, so Sabine Glawe vom Bund der Steuerzahler Hamburg.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.