Imbekstieg: Stadt will Häuser doch abkaufen

Die Häuser am östlichen Imbekstieg liegen fast direkt an der Autobahn, beim anstehenden Ausbau würden die Anwohner auf Jahre unter harten Einschränkungen leiden müssen. 27 Eigentümer hatten gegen den Ausbau geklagt, nun gibt die Stadt offenbar dem Druck nach.
Hamburg: Imbekstieg |

A 7-Ausbau: Nach zähem Ringen macht die Stadt Anwohnern endlich Kaufangebote

Es war ein langer Weg, doch nun hat die Stadt offenbar ein Stück nachgegeben im Ringen mit Anwohnern an der A7. Bewohnern des östlichen Imbekstiegs sollen ihre Häuser abgekauft werden, als Entschädigung für die harten Zustände während der Baustelle in den kommenden Jahren. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Worum geht es?
Die A 7 wird ausgebaut und verschwindet in Stellingen in einem Tunnel (sogenannter Deckel). Das Bauwerk rückt den Häusern an der östlichen Seite des Imbekstiegs näher auf die Pelle, während der Bauzeit haben die Bewohner die Baustelle direkt vor der Nase. Unzumutbare Bedingungen, argumentieren die Stellinger seit Jahren. Sie forderten von der Stadt, ihnen ihre Häuser abzukaufen. Dazu gab es erstmals ein Angebot.

Was wird geboten?
Pro Haus 200.000 Euro, für größere Grundstücke bis zu 240.000 Euro. Zudem 40.000 Euro als pauschale Entschädigung für Mobiliar und Einbauten. Insgesamt bekommen die Hausbesitzer also je nach Haustyp 240.000 oder 280.000 Euro. Das ist eine Möglichkeit. Wer nicht verkauft, wird für die Belästigungen während der Bauphase in geringerem Umfang entschädigt.

Um wie viele Häuser geht es?
Das Kaufangebot gilt für 38 Grundstücke. 27 Anwohner hatten sich vor Jahren zu einer Initiative zusammengeschlossen und von der Stadt Kaufangebote eingefordert. Anfang 2014 reichten sie eine Klage gegen den A7-Ausbau ein.

Warum reagiert die Stadt erst jetzt?
Vermutlich will die Stadt Verzögerungen beim Ausbau verhindern und freie Hand haben.

Ist die Anwohnerinitiative zufrieden?
Im Prinzip ja. „Die Einigung ist ein sehr guter Kompromiss: Die Stadt bekommt ihr Baurecht und die Eigentümer erhalten eine faire Abfindung“, so Sprecherin Christiane Brylla.

Zieht die Initiative ihre Klage zurück?
Ja, wenn die Kaufverträge unterschrieben sind. Laut Brylla sollen diese bis Ende Januar abgeschlossen sein. Allerdings wollen zwei Anwohner offenbar noch mehr rausschlagen: Sie verhandeln extra mit der Stadt.
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