Die Polizei filmte das Wohnhaus!

Unter Beobachtung? Diese Überwachungskamera der Polizei Hamburg war neulich auf ein Wohnhaus am S-Bahnhof Stellingen gerichtet. Zunächst war jedoch nicht klar, wer das Gerät überhaupt betreibt.
Hamburg: S-Bahn Stellingen |

S-Bahnhof Stellingen: Rätsel um Kamera gelöst

Rätsel gelöst: Die Polizei Hamburg betreibt die Überwachungskamera am S-Bahnhof Stellingen, die neulich auf ein Wohnhaus gerichtet war (das Elbe Wochenblatt berichtete). Der Datenschutzbeauftragte sieht in dem Fall weiteren Klärungsbedarf. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was war da los?

Eine Überwachungskamera am Rande eines Parkplatzes vor der S-Bahn-Station Stellingen war direkt auf ein Wohnhaus gerichtet. Im Blickfeld: Der Balkon und die Glasfront einer Wohnung. Einem Bürger war das nicht geheuer, er schaltete den Datenschutzbeauftragten ein. Zunächst war jedoch nicht zu klären, wer für die Kamera verantwortlich ist.

Was ist nun rausgekommen?
Die Polizei Hamburg betreibt und steuert die Kamera. Das Gerät werde genutzt, um bei Veranstaltungen wie Fußballspielen oder Konzerten in den nahegelegenen Arenen den Stellinger Bahnhofsvorplatz zu überwachen. Die Kamera sende live in ein Lagezentrum der Polizei, die Aufnahmen würden aber nicht gespeichert, so Polizeisprecher Andreas Schöpflin.

Warum war die Kamera auf das Wohnhaus gerichtet?

Kann bei der Polizei niemand sagen.

Was sagt der Datenschutzbeauftragte?

Der Fall sei noch nicht erledigt, sondern müsse aufgeklärt werden. Und es müssten mit der Polizei Regeln aufgestellt werden, damit so etwas nicht mehr vorkommt. An sich sei es aber eher ein Einzelfall, dass eine Kamera einen anderen Bereich filmt als ursprünglich vorgesehen.

Was rät der Datenschützer in so einer Situation?

Beweisfotos machen, die Situation präzise beschreiben und dokumentieren! Bürger sollten sich an den Datenschutzbeauftragten wenden, wie es der Stellinger Anwohner gemacht hatte.
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