Demonstration für das Kundenzentrum

Wann? 20.03.2012 19:00 Uhr

Wo? Demo für Kundenzentrum, Basselweg 73, 22527 Hamburg DE
Cornelia Mertens (GAL, Bürgerkomitee Stellingen; l.) ruft zu einer Demonstration für den Erhalt des Kundenzentrums auf. Das Foto zeigt eine Kundgebung vom Juni 2010, bei der rund 200 Teilnehmer gegen Verkehrsbelastung und für Lärmschutz durch den Stellinger Deckel protestierten. Am alten Stellinger Rathaus, in dessen Anbau sich das Kundenzentrum befindet, zogen auch Martina Nemes (Die Linke: M.) und Hans-Hinrich Brunckhorst (CDU; r.) vorbei. Foto: rs
Hamburg: Demo für Kundenzentrum |

Parteien unterstützen Protest am 20. März – Beginn vor dem Eidelstedter Bürgerhaus

von Reinhard Schwarz

Der Protest gegen den Bezirksamtsplan, zu den Sommerferien das Kundenzentrum Stellingen am Basselweg 73 zu schließen, hält an. So ruft das Bürgerkomitee Stellingen für Dienstag, 20. März, zu einer Demonstration für den Erhalt des Kundenzentrums auf. Beginn: um 19 Uhr vor dem Eidelstedter Bürgerhaus, Alte Elbgaustraße 12. Danach geht es über Kieler Straße, Wördemanns Weg bis zur Kreuzung Sportplatzring/Kieler Straße, wo eine Andacht gehalten wird. Die Kundgebung endet vor dem Kundenzentrum.
Cornelia Mertens (GAL), Sprecherin des Bürgerkomitees Stellingen, erklärt: „Viel hängt jetzt von den Stellingern und Eidelstedtern ab, die für den Erhalt des Kundenzentrums auf die Straße müssen.“ Auch die politischen Parteien unterstützen die Demo. „Wir hoffen auf ein deutliches Signal an den Bezirksamtsleiter, das Kundenzentrum nicht zu schließend“, erklärt Andreas Christoph (CDU). Mit von der Partie ist auch die SPD. Die Genossen sind besonders verstimmt darüber, dass „ihr“ Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke (SPD) die Schließung angekündigt hat, ohne die Kommunalpolitik vorher zu konsultieren. „Wir haben davon aus der Presse erfahren, wie alle anderen auch“, sagt Peter Schreiber (SPD).
Neben der Teilnahme an der Demo will sich die SPD vor allem auf die Gespräche in der von Sevecke angebotenen Arbeitsgruppe konzentrieren. „Wir gehen offen in die Gespräche rein, mit dem Ziel, das Kundenzentrum zu erhalten“, so Schreiber. Christoph skeptisch: „Die Gespräche bringen aus meiner Sicht nichts, zumal der Bezirksamtsleiter vollendete Tatsachen schafft, indem das Kundenzentrum Lokstedt derzeit umgebaut wird, um die Mitarbeiter aus dem Kundenzentrum Stellingen übernehmen zu können.“ Die Aussage Seveckes, wonach er sich die Entscheidung noch offen halte, sei daher „unglaubwürdig“, so der Stellinger.
Christoph weiter: „Das kann mir keiner erzählen, dass das Bezirksamt nicht in der Lage ist, die drei benötigten Stellen zu schaffen.“ Und Bürgerkomitee-Sprecherin Mertens fragt: „Das Steuereinkommen von über 54.000 Menschen soll nicht ausreichen, um ein Kundenzentrum zu finanzieren?“

Bezirksamt: Vorschläge der Politik prüfen
Aus Sicht des Bezirksamts ist es nicht möglich – wie etwa von der CDU gefordert – drei Mitarbeiter aus anderen Bereichen abzuziehen, um sie im Kundenzentrum (KuZ) Stellingen einzusetzen, erklärt Bezirksamtssprecher Stephan Glunz: „Dann wären die Kundenzentren Lokstedt und Grindelberg in ihrer Stabilität gefährdet.“ Mehr Personal einzusetzen sei „völlig ausgeschlossen“, so Glunz, aufgrund der Haushaltsvorgaben des Senats. „Wir schließen das Kundenzentrum Stellingen, weil wir nicht in der Lage sind, dort den Betrieb verlässlich aufrechtzuerhalten.“
Laut Bezirksamt ist das KuZ Stellingen noch bis 28. März regulär geöffnet, ab 2. April bis 19. Juni dann nur noch montags von 8 bis 14 Uhr und dienstags von 8 bis 13 Uhr. Wann die von Bezirksamtschef Torsten Sevecke (SPD) angekündigte Arbeitsgruppe aus Parteienvertretern der Bezirksversammlung und Mitarbeitern der Verwaltung ihre Arbeit aufnehme, sei noch unklar, so Glunz: „Möglicherweise wird das Ende März oder Anfang April sein.“ Ziel der Arbeitsgruppe sei es, nach Alternativen zu suchen: „Wir haben aus unserer Sicht alles geprüft, das schließt aber nicht aus, dass die Politik eine konkrete Lösung vorschlägt. Die würden wir auch prüfen.“ rs
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