Bürgerpreis für Anne-Dorle Vockeroth

Auszeichnung für die verdiente Eidelstedterin Anne-Dorle Vockeroth (75). Foto: cvs
Hamburg: Eidelstedt |

75-jährige Eidelstedterin engagiert sich für Kinder und Senioren

von Christopher von Savigny

An Tage ohne ehrenamtliche Verpflichtungen kann sich Anne-Dorle Vockeroth nicht erinnern. „Ich habe eigentlich immer etwas zu tun“, sagt die 75-Jährige lachend. Für ihren Einsatz in der Kinder- und Seniorenarbeit ist die Eidelstedterin jetzt mit dem Bürgerpreis der Bezirksversammlung Eimsbüttel geehrt worden. Insgesamt wurden fünf Auszeichnungen an Bürger vergeben, die sich in besonderer Weise für ihre Umwelt und ihre Mitbürger einsetzen.
Seit zwölf Jahren engagiert sich Anne-Dorle Vockeroth im Seniorentreff der Elisabethgemeinde. Bis letztes Jahr kamen die Senioren im Haus Koyen zusammen, inzwischen sind sie in das neue Gemeindehaus umgezogen. Dort trifft sich die ältere Generation regelmäßig zum Seniorenfrühstück oder zu gemeinsamen Spielenachmittagen. Es gibt ein „Trauercafé“ für Menschen, die von verstorbenen Freunden und Angehörigen Abschied nehmen möchten, sowie einen Besuchsdienst. Letzterer liegt Anne-Dorle
Vockeroth ganz besonders am Herzen. „Dabei entstehen zum Teil sehr intensive Freundschaften“, sagt sie. Selbst hat die 75-Jährige eine krebskranke Frau neun Jahre lang bis zu deren Tod begleitet. Außerdem engagiert sich Vockeroth im Seniorenbeirat.
Zudem kümmert sich die der Preisträgerin im Wichmannhaus um Kinder: Während der Hamburger Schulferien wird dort ein Freizeitprogramm für Kinder angeboten. Die Teilnehmer spielen, basteln und malen zusammen. Seit 2003 läuft außerdem ein Gemeinschaftsprojekt des Seniorentreffs mit der Gemeindekita: Unter dem Titel „Fast wie mit Oma und Opa“ spielen die Älteren für die Jüngeren Theater und organisieren gemeinsame Museumsbesuche und Ausflüge. Die ehrenamtliche Arbeit macht Anne-Dorle Vockeroth sehr viel Spaß: „Man bekommt so viel zurück“, sagt sie.
Den Bürgerpreis hat die Bezirksversammlung vor sechs Jahren aus der Taufe gehoben. „Ehrenamtler sind der Kitt unserer Gesellschaft“, sagte Mechthild Führbaum, die Vorsitzende der Bezirksversammlung. Wer ehrenamtlich aktiv sei, helfe nicht nur der Stadt und der Allgemeinheit, sondern tue nebenbei auch etwas für sich selbst.
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