Bürgerentscheid: Eidelstedter stimmten zu 46 Prozent ab

In der Küche des Kundenzentrums Stellingen nahmen Mitarbeiter des Bezirksamtes Eimsbüttel die Abstimmungszettel aus den Umschlägen heraus. Foto: rs
Hamburg: Kundenzentrum Stellingen |

Andrang beim Bürgerentscheid zur Erweiterung des Eidelstedt
Centers: Ergebnis wird erst am Donnerstag bekannt gegeben

Reinhard Schwarz,
Eidelstedt/Eimsbüttel
Die Bürger haben entschieden – doch bis Redaktionsschluss lag kein Ergebnis der Abstimmung vor, die die Erweiterung des Eidelstedt Centers im Fokus hatte. Vielmehr wurden am Dienstag im Kundenzentrum Stellingen noch immer Briefe mit den Stimmzetteln zum Bürgerentscheid „Grünes Zentrum Eidelstedt“ geöffnet und ausgewertet. Am Freitag vor Pfingsten hatten 20 Mitarbeiter des Bezirksamts Eimsbüttel begonnen, 20.000 eingesendete Briefe auszuwerten – von rund 54.000. Am Donnerstag gibt das Bezirksamt Eimsbüttel das Ergebnis bekannt.
Ein Zwischenergebnis – wie sonst bei Bürgerschafts- oder Bundestagswahlen üblich – liege nicht vor und dürfte auch nicht veröffentlicht werden, erklärte Bezirkssprecher Stephan Glunz: „Das hat rechtliche Gründe, wir dürfen Zahlen erst dann herausgeben, wenn komplett ausgezählt wurde.“
Immerhin lagen vor Redaktionsschluss bereits Zahlen über die Beteiligung vor. Danach hatten sich 46 Prozent der Eidelstedter an der Abstimmung beteiligt: Rund 10.800 von 23.200 Abstimmungsberechtigten. Im Bezirk Eimsbüttel lag die Wahlbeteiligung bei 27,65 Prozent. „Das ist die zweithöchste Abstimmungsbeteiligung in Hamburg und wird nur noch von dem Ikea-Entscheid in Altona mit 43,47 Prozent übertroffen“, sagte Stephan Glunz. Auch in Stadtteilen wie Harvestehude beteiligten sich rund 20 Prozent am Votum.
Von 8 bis 16 Uhr sorgten 20 Bezirksamtsmitarbeiter an mehreren Stationen dafür, dass die Wahlbriefe geöffnet und ausgewertet wurden. Erste Station: Sarah Wahls und Stephan Rolf öffnen Kartons mit jeweils 500 Briefen und jagen sie durch eine Öffnungsmaschine, die die Stimmzettelumschläge aufschlitzt. Bis 15.15 Uhr hatten die Mitarbeiter am Freitag bereits den Inhalt von 70 Kartons auf die Maschine gelegt.
Von dieser Station gelangen die geöffneten Briefe in die Küche des Kundenzentrums, wo Mitarbeiter die Abstimmungszettel aus den Umschlägen nehmen. Anschließend werden sie an sieben Zweier-Tischen ausgezählt und in Computern erfasst. Glunz: „Das geschieht nach dem Vier-Augen-Prinzip, an je einer Station arbeiten zwei Mitarbeiter.“ Manipulationen sollen so vermieden werden. Damit niemand irgendwann durchdreht, wird zwischendurch gewechselt. Sarah Wahls: „Wir rotieren – jeder macht mal was anderes.“
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