AKN gegen Verkehrskollaps

Die CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Olaf Ohlsen und Klaus-Peter Hesse sowie Wolfgang Seyb (v. l.), Vorstand der Altona-Kaltenkirchen-Neumünster Eisenbahn AG (AKN), setzen sich für eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs durch die AKN ein. Foto: jh
Hamburg: AKN-Station Eidelstedt |

CDU: Während des A7-Ausbaus und des Deckprojekts soll die Regionalbahn Staus reduzieren

Jonas Hammel, Eidelstedt
Der vierspurige Ausbau der Autobahn 7 und der damit verbundene Bau des „Hamburger Deckels“ zwischen Othmarschen und Schnelsen wird Hamburgs Verkehr in Atem halten. Zahlreiche Beobachter befürchten, dass während der rund fünfjährigen Bauphase in Eidelstedt und darüber hinaus ein Verkehrschaos droht. Alternativkonzepte seien dringend gefragt, so der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Olaf Ohlsen.
„Man kann nicht vor dem Hintergrund dieser gewaltigen Baumaßnahme einfach den Kopf in den Sand stecken und sagen, das wird schon“, betont der Eidelstedter. Um einen Verkehrskollaps zu verhindern, will er die Regionalbahn AKN stärken. Diese könnte durch eine Erhöhung ihrer Fahrgastzahlen für zusätzliche Ent-
lastung auf Eidelstedts Straßen sorgen.
Der zweigleisige Ausbau der AKN-Strecke zwischen Eidelstedt und Kaltenkirchen ist bereits voll im Gang, wodurch es zu weniger Verspätungen kommen wird. Geplant ist darüber hinaus die Elektrifizierung der AKN auf derselben Strecke. Dadurch soll die AKN in das Hamburger S-Bahn-Netz integriert werden: Man erhofft sich, dass dann mehr Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen.
Ob die Elektrifizierung realisiert wird, hängt unter anderem vom Ergebnis eines Verkehrs-Gutachtens ab. „Dieses Gutachten ist sehr genau und umfassend“, versichert Wolfgang Seyb, Vorstand der AKN. „Faktoren wie durch die Elektrifizierung vermiedene Abgase, Reisezeitgewinne und vermiedene Straßenunfälle werden ermittelt“, sagt der AKN-Chef.
Der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Klaus-Peter Hesse sichert Seyb seine vollste Unterstützung beim AKN-Ausbau zu – insbesondere im Bezug auf das bisher größte Manko der Regionalbahn: die fehlende Anbindung an den Hauptbahnhof. „Wir werden versuchen, Druck auf die Deutsche Bahn auszu-üben, damit sie der AKN endlich eine zusätzliche Trasse bis zum Hamburger Hauptbahnhof zur Verfügung stellt. Vom Senat kam da bisher wenig. Dann wird für Pendler die Nutzung der Bahn auch attraktiver“, so der CDU-Verkehrsexperte.
Bis Redaktionsschluss lag keine Stellungnahme der zuständigen Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation auf eine Wochenblatt-Anfrage vor.
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