A7-Ausbau: Betonmischwerk in Eidelstedt geplant

Am Olloweg, rund 300 Meter vom Poseidon-Schwimmbad entfernt, soll ein Betonmischwerk gebaut werden, um die A7-Baustelle zu versorgen. Foto: stihl024/pixelio
Hamburg: Eidelstedt |

Anlage soll in 300 Meter Entfernung vom Poseidon-Schwimmbad entstehen

von Reinhard Schwarz
Zeitgleich mit dem Bau des „Deckels“ über der A7 wird auch die Autobahn von sechs Spuren auf acht erweitert. Politiker und Bürger warnen vor Belas- tungen, die auf die Anwohner zukommen könnten. So ist im Gebiet um das Schwimmbad von Poseidon am Olloweg ein Betonmischwerk geplant, erklärt Cornelia Mertens (GAL), Sprecherin des Stellinger Bürgerkomitees.
Tatsächlich soll laut Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) das Betonwerk rund 300 Meter vom Schwimmbad gebaut werden. Dort befindet sich unweit des Bades eine große Freifläche, direkt an der A7. „Badebetrieb und Mischanlage sollen sich nicht ins Gehege kommen“, sagt jedoch Helma Krstanoski, Sprecherin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.
Die zu erwartenden Belastungen beschäftigen auch die örtliche Politik. „Die Planer von DEGES und Stadtplanungsbehörde haben sich überhaupt keine Gedanken gemacht, wie der Baustellenverkehr zu regeln ist“, kritisiert Frank Döblitz (CDU). „Es gab bisher keine seriöse Untersuchung darüber, was wir an Verkehr zu erwarten haben.“
Peter Schreiber (SPD) stimmt zu: „Es ist im Prinzip richtig, was Herr Döblitz sagt: Es gibt noch keinerlei Planungen, wie der Ausweichverkehr gehandelt werden soll.“ Peter Schreiber zufolge sei das auch gar nicht geplant: „Es ist vorgesehen, dass der Verkehr wie derzeit auch über drei Fahrspuren je Richtung aufrechterhalten wird.“ Allerdings werde der Standstreifen auf beiden Seiten wegfallen. Ein Worst-Case-Szenario für den Fall eines Unfalls gebe es demzufolge nicht, so Schreiber: „Bisher hat sich wohl auch noch niemand Gedanken über eine Ersatztrasse gemacht.“
Auch andere Detailfragen seien bisher ungelöst, erklärte Bürgerschaftsabgeordneter Olaf Ohlsen (CDU), der zu dem Thema eine Senatsanfrage vorbereitet: „Wir wollen wissen, was der Senat plant, um den Druck aus der Region um Eidelstedt und Stellingen zu nehmen.“ Weiterhin müssten die Hersteller von Navigationssoftware über die Veränderungen in dem Gebiet informiert werden, so Olaf Ohlsen. In einem gemeinsamen Antrag für die Bezirksversammlung am 27. Oktober wollen sich nun SPD, CDU und GAL für die Sperrung kleiner Anwohnerstraßen für den Bauverkehr einsetzen.
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2 Kommentare
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Anna Beck aus Eidelstedt | 28.10.2011 | 10:13  
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Cornelia Mertens aus Stellingen | 31.10.2011 | 16:28  
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