Inklusionsspiel mit dem FC St. Pauli

Nina Hietanen im Duell mit einem Spieler des Handicapteams der WaBe.
 
Die gemischten Teams beim gemeinsamen Foto beim Inklusionshinspiel in Achim.
Inklusionsspiel mit dem FC St. Pauli

Inklusion – das Wort stammt aus dem Lateinischen und heißt wörtlich etwa “Einschließung”. Heute kommt dieses Wort jedoch am häufigsten in Bezug auf den Umgang mit Menschen mit Behinderung vor. Inklusion bedeutet hier: Gleichberechtigte Teilhabe.
Ganz in diesem Sinne steht auch das 2. Inklusionsspiel, das am
27. Oktober 2013 um 16 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Feldstraße stattfindet, im Schatten der Nordtribüne des Millerntor-Stadions. Es ist ein Fußballspiel der besonderen Art. Eingeladen ist das Handicapteam der Waldheim Begegnungs- und Beratungsstelle (WaBe) aus dem niedersächsischen Achim vor den Toren Bremens.
Doch nicht nur dieser Umstand macht das Spiel besonders. Denn anders als man üblicherweise denken mag, gibt es kein Aufeinandertreffen zwischen dem 1. Frauenteam des FC St. Pauli gegen das Team der WaBe, sondern ein Miteinander. Gelebte Inklusion für mehr als nur zweimal 35 Minuten Spielzeit.

Bereits im Mai waren die Kiezkickerinnen zum Hinspiel in Achim zu Gast. Anlass des Spiels war der „Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Mit der Idee gemeinsam Fußball zu spielen, fand WaBe Mitarbeiter Heiko Bergmann in dem Trainer der 1. Frauen Kai Czarnowski den idealen Ansprechpartner, da dieser als Sonderpädagoge tagtäglich mit Inklusion zu tun hat.
Der Grundgedanke der Inklusion, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilnehmen können, ist in jedem Fall zu unterstützen, da sind sich Bergmann und Czarnowski einig.
Die Frauenfußballabteilung des FC St. Pauli engagiert sich seit Jahren für soziale Projekte und so war es auch für die Spielerinnen selbstverständlich an dem Spiel teilzunehmen. Berührungsängste gab es keine, so war schnell klar, dass es ein Rückspiel in Hamburg geben würde.
Gemeinsames Ziel für den Inklusionskick ist es, dass die Grenzen bzw. Einteilungen in „mit“ und „ohne“ Behinderung während des Spiels nach und nach verschwinden. Der Weg oder Prozess von der Integration (Teams werden zusammengestellt) hin zur Inklusion (Teams finden sich und entwickeln gemeinsamen Teamgeist) soll auf dem Fußballplatz an diesem Tag spürbar werden. Zugegen wird am kommenden Sonntag auch der Inklusionsbeauftragte des Hamburger Fußballverbandes Ahmet Kücükler sein.
Für eine Überraschung bei den Fußballfrauen des FC St. Pauli sorgten die Spieler des Handicapteams vor einigen Wochen als sie extra aus Achim anreisten, um sie bei ihrer Heimspielpremiere in der Verbandsliga anzufeuern.
Der Eintritt am 27.10. ist natürlich frei. Am Rande des Spiels (2 x 35 Minuten) findet eine Tombola statt. Dort gibt es neben kleineren Preisen auch ein aktuelles Heimtrikot des FC St. Pauli, einmal zwei Eintrittskarten für ein Heimspiel der Profis und zwei Stadionführungen zu gewinnen. Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt sein.
Unterstützt wird die Aktion von den Sponsoren der 1. Frauen: KiezCurry und Theaterschiff.
Beide Teams wünschen sich nicht nur schönes Wetter, sondern würden sich auch über viele interessierte Zuschauer freuen. Parkmöglichkeiten gibt es direkt am Sportplatz Feldstraße oder auf dem Heiligengeistfeld. Die Zufahrt befindet sich zwischen der Tankstelle und der U-Bahnstation Feldstraße. Aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Sportplatz super zu erreichen, da er unmittelbar am Ausgang U-Bahn Feldstraße liegt.
Der Zugang zu den Plätzen ist im Übrigen barrierefrei.
Weitere Informationen rund um den Inklusionskick und den Frauen- und Mädchenfußball finden sie unter: www.fcstpauli-frauenfussball.de
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