Vorgestellt: Ikonenausstellung „Fenster zur Ewigkeit“

Malerin Ursula Räke
Hamburg: Kirchenstraße | Das Wort Ikone kommt aus dem Griechischen (Eikon) und bedeutet „Bild“. Ikonen bestehen aus Holz, manche Leinwand oder haben als Untergrund Wand (Fresko)..., auf das mit Farben kunstvoll gemalt wurde, aber sie werden nicht „produziert“, so dass man sie am Fließband herstellen könnte.
Die schönsten sind auf Lindenholz. Bei Bestellung einer Ikone kann es bis zu einem Jahr dauern, bis sie fertig ist. Der Grund: Für die Holzbeschaffung, - das Holz stammt meist nicht aus Deutschland -, die Vorarbeiten, das Aussuchen der passenden Vorlage und die Präparatur geht viel Zeit drauf. Viel Zeit, die Malerin Ursula Räke für eines ihrer Werke, die streng nach alten Regeln „geschrieben“ wurden, aufbringt.
Nur an einem Tag, am 3. März, stellte sie in der Hauptkirche Altona St. Trinitatis ihre Ikonen aus und gab den begeisterten Besuchern darüber ausführliche Auskunft. So erfuhren sie, das ein Ikonenmaler mal gesagt hat, dass Ikonen keine Kunst, sondern gemalte Gebete sind, obwohl es eigentlich „geschrieben“ heißen müsste.
Ikonen sind heilige Bilder, werden aber nicht angebetet, sondern verehrt. Hier liegt ein häufiges Missverständnis vor, gerade von uns westlichen, kritischen Menschen kommt oft der Vorwurf, es handele sich um „Bilderkult". Wenn jemand eine Ikone küsst, eine Kerze entzündet oder gar vor ihr niederfällt, dann gilt es Gott selbst. Es ist, wie wenn ein Kuss zum Himmel geschickt wird.
Die Byzantische Ikonographie ist die älteste Technik der Ikonenmalerei, die bis zum heutigen Tage in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben ist. Die frischen Farben, die außergewöhnliche Leuchtkraft und die zeitlose Anmutung der Figuren geben den Ikonen einen ungewöhnlich jungen Ausdruck. Charakteristisch ist bis heute die Verwendung natürlicher Mittel wie Holz, Hasenleim, Blattgold, Pigmente und Eigelb.
In einer Kunstschule in Lüneburg lernte Ursula Räke die Nonne und orthodoxe Dipl. Theologin Schwester Nektarja kennen. Im Privatunterricht erlernt sie die Ikonenmalerei und die Vergoldung. Es folgte eine intensive Zusammenarbeit und gemeinsame Ausstellungen.
Ein Besuch dieser Ausstellung in der Hauptptkirche Altonas hatte sich gelohnt und wer neugierig geworden ist, kann sich weitere Informationen über Ikonen auf der Webside von Ursula Räke holen: http://ikonenmanufaktur.de/vita.html
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