Theater Foolsgarden sagt Tschüs

Wann? 31.10.2013 20:30 Uhr

Wo? Foolsgarden, Lerchenstraße 113, 22767 Hamburg DE
Foolsgarden-Künstler der ersten Stunde: Clown Giacomo ist seit 1977 dabei, bei der Abschiedsgala am 31. Oktober wird er auch auftreten. Nach 36 Jahren sagt die Kleinkunstbühne im Schanzenviertel Tschüs. (Foto: pr)
Hamburg: Foolsgarden |

Bühne in der Lerchenstraße 113 verabschiedet sich am Donnerstag, 31. Oktober

Wieder geht ein Original: Nach dem Theater N.N. und dem Jazzclub Birdland macht mit dem Theater Foolsgarden in diesem Jahr nun die dritte regionale Kulturstätte zu. Die Bühne im Schanzenviertel schließt Ende Oktober.
Hanne Mogler ist Gründerin, Betreiberin, Herz und Seele der kleinen Spielstätte in der Lerchenstraße 113. Aber sie mag nicht mehr, sie kann nicht mehr. „Ich bin seit sechs Jahren in Rente. Nun höre ich aus gesundheitlichen Gründen auf“, sagt die Theaterfrau. Leicht fällt ihr das nicht. Denn das Foolsgarden ist ihr Leben. Im 36. Jahr bietet die Bühne eine Mischung aus Straßentheater, Musik, Pantomime und Kabarett – eine eigenwillige Mischung aus allem, das Zuschauer ins Staunen, Lachen oder Schwelgen versetzen kann.
Begonnen hat es 1977 in der Bornstraße 18 im Univiertel. Dort eröffnete Hanne Mogler die Bühne, deren Logo ein fünfzackiger Stern mit einem lachenden Clownsgesicht drin werden sollte. „Jeder darf, wenn er sich traut. Hier sind alle gleich“ – mit diesem Motto hat Mogler etliche Leute dazu ermutigt, Wagnisse einzugehen. Im Foolsgarden machten unzählige Künstler ihre ersten Schritte, einige von ihnen kamen später groß raus. Ernie Reinhardt (Lilo Wanders),
Christian von Richthofen, Stefan Gwildis, Alma Hoppe, Bastian Pastewka, Dominique Horwitz oder Django Edwards gehören zu der illustren Riege derer, die das Foolsgarden als Sprungbrett für die spätere Karriere nutzen konnten.
Hanne Mogler war immer mittendrin in diesem Universum aus Spieltrieb, Klamauk, Skurrilem und poetischem Anspruch. Sie stand hinter dem Tresen, sie engagierte die Künstler, führte die Geschäfte, kümmerte sich um alles in ihrem Haus.
1996 zog das Foolsgarden in die Lerchenstraße um, das Haus in der Bornstraße wurde abgerissen. Nun ist auch in der Schanze Schluss. Mit dem Vermieter hat das nichts zu tun, beteuert Mogler. Im Gegenteil: Der Eigentümer, selbst gebürtig aus dem Schanzenviertel, habe ihr „mit Rat und Tat zur Seite gestanden“. Hanne Mogler will einen Schlussstrich ziehen.


Abschiedsabend


Hanne Mogler und das Foolsgarden Theater laden zum Abschied zu einer Gala ein: Am Donnerstag, 31. Oktober, werden viele der langjährigen Weggefährten auf der Bühne sein – unter anderen Clown Giacomo, der von Anfang an dabei war. Motto des Abends: „Kehraus“. Die Gala beginnt um 20.30 Uhr in der Lerchenstraße 113.
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