Mit dem Charme der Achtziger ist es bald vorbei

Wer noch den alten Chic des Stuhlmannplatzes genießen will, muss sich beeilen. Foto: Eichbaum

Im Sommer wird der Stuhlmannplatz umgebaut

Von Gerd Eichbaum.
Wenn alles nach Plan läuft, wird es im Herbst soweit sein. Dann wird nach knapp fünfjähriger Planungs- und Bauphase auch der zweite Teil der Umgestaltung der öffentlichen Freiflächen zwischen Billroth- und Esmarchstraße beendet sein. Nachdem der Spielplatz an der Esmarchstraße 2012 und 2013 sein heutiges Gesicht bekommen hatte, ist nun der in die Jahre gekommene Stuhlmannplatz an der Reihe.
Aus den Ergebnissen der beiden öffentlichen Beteiligungsverfahren im Oktober 2015 und Februar 2016 hat das Landschaftsarchitekturbüro Outside! eine entsprechende Umsetzungsplanung erstellt. Outside! war bereits für die Umgestaltung des Spielplatzes verantwortlich. Nachdem auch der Grün-Ausschuss der Bezirksversammlung seine Zustimmung gegeben hat, läuft derzeit die Vergabe der Aufträge. Aus RISE-Mitteln (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung) und Mitteln der „Qualitätsoffensive Freiraum“ stellt die Stadt dafür knapp 100.000 Euro zur Verfügung.

„Pflegepaten“ sollen sich um den Platz kümmern

Der immer noch mit dem Chic der 1980er-Jahre ausgestattete Stuhlmannplatz ist zwar im Eigentum der SAGA/GWG und des Altonaer Spar- und Bauvereins, den Eigentümern der Gebäude Esmarchstraße 95 und 97, wird aber weiterhin öffentlich zugänglich bleiben.
2013 hatte sich der Bezirk Altona aus einer „informellen Vereinbarung“ mit den Grundeigentümern verabschiedet und die Pflege der Anlage eingestellt. Man wolle sich zukünftig auf die Pflege der bezirklichen Grün- und Freiflächen konzentrieren.
Die Pflege des umgestalteten Stuhlmannplatzes soll zukünftig durch sogenannte Pflegepaten gewährleistet werden, die für die Anpflanzung verantwortlich sind und „die Befugnisse haben, die Pflanzungen auch zu pflegen“, so Thomas Layer vom „Fachamt Management des öffentlichen Raumes“. Eventuell solle dies auch für die neuen Hochbeete gelten.
Mit der Umgestaltung solle die „gefühlte Unsicherheit“, das „Nischige des Platzes“, so Layer, beseitigt werden. Der bauliche Teil der Umgestaltung beginne im Sommer, die Anpflanzungen sollen dann, wie üblicherweise, im Herbst folgen.
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