"Mietenwahnsinn stoppen" - Stadtteilversammlung der Altonaer Plattform

Bahnhof Altona
Hamburg: Soal Bildungsforum | Lebhafte Stimmung im Saal des Soal Bildungsforum im 1. Stock des Neuen Forums in der Großen Bergstrasse 154, Altona-Altstadt. Rund sechzig Interessierte, Betroffene und Neugierige besetzten die im Halbkreis aufgestellten Stühle. Menschen im Studentenalter von Mitte zwanzig bis zum Rentenalter folgten der Einladung der Altonaer Plattform gegen Verdrängung - eine Vereinigung von rund siebzig einzelner Gruppierungen. Max, als federführender Redner der Plattform präsentierte in Bildern auf eine Leinwand die aktuelle Wohnsituation in Altona-Altstadt, Nord sowie angrenzend das Schanzenviertel. Bilder, welche zunächst die Bauten der Wohnbaugesellschaften SAGA / GWG sowie BVE zeigten. Bilder, die sich als Aufhänger für die Forderung gegen den Mietenwahnsinn eigneten. Offene und ungelöste Fragen wie: „Was tun gegen steigende Mieten in Altona und was sind die Erfahrungen einzelner Mieter?“, klangen in den Raum.
Forderungen von vier Euro als Höchstgrenze bei subventionierten Bauten und den Wohnraum vergesellschaften, klangen nach. Nickende Köpfe, leise Befürwortungen bei Einzelnen. Rascheln beim Nachbarn, Nervennahrung aus der Haribotüte und einzelne Zurufe, dass die Wohnbaugesellschaften auch immer teurer werden. „SAGA hat immer für einen Skandal gesorgt“, führte eine Besucherin weiter aus. Durch Neuvermietung und Sanierung steigen die Mieten. Mieten, die für einen Durchschnittsverdiener mit rund sieben Euro Kaltmiete den Quadratmeter über dem Schnitt seines Einkommens liegen. Mit dem Erscheinen des zweijährigen neuen Mietspiegels für Hamburg im November wurde die Angst vor einem neuen hohen Durchschnittspreis deutlich. Laut Aussage von Max werden diese Durchschnittswerte anhand der Mieten der letzten vier Jahre nach Neuvermietung und Modernisierung als Grundlage genommen. Laut der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt werden die Daten für 2011 von etwa 11.500 Hamburger erhoben. Im Fokus liegen dabei die Wohnungen, welche nicht durch eine öffentliche Förderung erbaut sind. Somit werden Mieter und Vermieter von Mietwohnungen, welche frei vermietet werden befragt. Angst auch bei Menschen mit dem Bezug von Sozialgeldern. Ein vorgelesener „Straßenreport“ aus Altona zeigte die Not von Sozialbezügen betroffenen Menschen. Einzelne Erzählungen über Modernisierungen ihrer Wohnungen und die darauffolgende Mieterhöhung spiegelte sich in den Aussagen der Zuhörer wieder. Mit Aufruf zur Teilnahme an den geplanten Demonstrationen am kommenden Wochenende endete die Veranstaltung.
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