Klasse Musik, Kinderspaß und Infos bei herrlichem Wetter: 1. Sommerfest im Walter-Möller-Park macht gute Laune

Hamburg: Walter-Möller-Park | Von Mirco Beisheim.
Auf der Bühne spielt gerade die türkische Gruppe Umuda Türkü, 200 m entfernt erklärt die Initiative „Altopia“ Interessierten ihre eigenen Vorstellungen für die sog. „Neue Mitte Altona“ und wiederum 20 m weiter wird wild auf dem Anwohner-Flohmarkt um alte Platten und Kinderspielzeug gefeilscht. So war die Atmosphäre am Sonntag im Walter-Möller-Park, und diese Atmosphäre genossen mehrere hundert Besucher, von denen viele den ganzen Tag über das Programm für Groß und Klein begeistert annahmen. Möglich wurde das durch die schattige Atmosphäre im Park, weswegen die brennende Sonne weder den Gästen noch den Organisatoren etwas anhaben konnte. „Klasse, wie die Menschen den Park und das Fest angenommen haben“, so Heike Breitenfeld von dem Verein KEBAP e.V., der zusammen mit dem Parkcafe das Fest auf die Beine stellte. „Das Fest ist die Gelegenheit, den Bewohnern von Altona zu zeigen, welche schönen Ecken ihr Stadtteil hat, welche Initiativen diese erhalten möchten, Denkanstöße zu liefern und natürlich einen schönen Tag zu erleben.“ Das umzusetzen ist den Veranstaltern am Sonntag gelungen. Viele Besucher meinten, daß sie den Park mit dem idyllisch gelegenen Parkcafe in der Mitte vorher wenn überhaupt dann nur als „Transitstrecke“ wahrgenommen hätten.
Neben Hüpfburg und Bewegungsbaustelle für die Kinder ging es aber auch um ernste Themen am Sonntag. Die Kürzungen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit wurden in einem interaktiven Interview auf der Bühne thematisiert. Dabei wurde deutlich, daß trotz des sonnigen Wetters über der für viele Familien in Altonas so wichtigen offenen Kinder- und Jugendarbeit dunkle Wolken drohen. Das bildete einen Kontrast zu der Tatsache, daß die zahlreichen anwesenden Kinder deutlich machten, wie wichtig diese Arbeit für den Stadtteil ist. Einem Stadtteil, in dem bei vielen der Euro nicht locker sitzt und in dem weiterhin von drohenden Mietsteigerungen ausgegangen werden kann.
Aber abseits dieser ernsten Themen gab es ein vielfältiges Musikprogramm nonstop bis zur Dunkelheit. Und selbst diese störte die „Tüdelband“ nicht, die am Ende eines langen Tages trotzdem noch weiterrockten – natürlich auf Platt und angefeuert vom Publikum. Parallel lief am anderen Ende des Parks am Bunker Schomburgstraße als „open air“ Kino der Film „20 Geigen auf Sankt Pauli“, für den mancher nach einer Dusche zuhause nochmals extra in den Park zurückkam. Mit dem Ende des Films war dann auch das Fest zu Ende.
Die Organisatoren vom Parkcafe und KEBAP e.V. können auf eine gelungene Premiere zurückblicken. Es bleibt die Hoffnung, daß sich mit dem „Sommerfest im Park“ ein neues Stadtteilfest in Altona etabliert, das sich vom allgemeinen Kommerzialisierungstrend bei Straßenfesten abhebt.
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