Jeder Wähler hat zwei Kreuze

Wann? 06.05.2012 08:00 Uhr bis 06.05.2012 18:00 Uhr

Wo? Stadt Schenefeld, Holstenstraße 5, 22767 Hamburg DE
Wahl-Organisator: Büroleiter Melf Kayser mit einem Muster-Stimmzettel für die Schleswig-Holstein-Wahlen. Foto: cvs
Hamburg: Stadt Schenefeld |

Am Sonntag wählt auch Schenefeld den neuen schleswig-holsteinischen Landtag

von Christopher v. Savigny, Schenefeld

Am Sonntag, 6. Mai, wird der neue schleswig-holsteinische Landtag gewählt. Wenn um 8 Uhr die Wahllokale ihre Pforten öffnen, wird Melf Kayser bereits seit eineinhalb Stunden auf den Beinen sein. „Ich fange mit meinem Team schon um 6.30 Uhr an, um alles vorzubereiten“, berichtet der Büroleiter des Schenefelder Rathauses und somit Wahl-Hauptverantwortlicher in der Düpenaustadt.
Neben Kayser und seinen Mitarbeitern im Rathaus sorgen 93 Ehrenamtliche in 15 Schenefelder Wahllokalen dafür, dass alles glatt geht. „Einen Großteil der Arbeit erledigen wir schon in den Tagen davor, etwa das Versenden der Briefwahlunterlagen“, sagt Kayser. Bis Freitag, 12 Uhr, können Wahlberechtigte die Unterlagen anfordern. „Anders als bei der Bundestagswahl gibt es keine Sonntagszustellung“, so Kayser. „Im Ernstfall müssen wir den Brief per Hand abliefern!“
Ansonsten ist die Schleswig-Holstein-Wahl einer Bundestagswahl recht ähnlich: Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen. Mit der ersten wählt er den Direktkandidaten aus seinem Wahlkreis, in diesem Fall ist es der Wahlkreis Pinneberg. Die Zweitstimme entscheidet über die prozentuale Zusammensetzung des Kieler Landtags mit seinen 69 Abgeordneten. Die beiden Stimmen müssen nicht für ein und dieselbe Partei abgegeben werden. Um das Pinneberger Direktmandat buhlen insgesamt sechs Parteien (CDU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke und die Piraten), bei der Zweitstimme stehen elf Ankreuzmöglichkeiten zur Auswahl.
Von Schenefelds rund 18.500 Einwohnern sind exakt 14.526 wahlberechtigt. Das bedeutet: Sie sind 18 Jahre alt, haben die deutsche Staatsbürgerschaft und wohnen seit mindestens drei Monaten in der Stadt. Die Wahlbenachrichtigungskarte sollte zur Wahl mitgebracht werden, wer sie nicht bei sich hat, kann auch einen Identitätsnachweis (Personalausweis, Pass) vorlegen.
Um Punkt 18 Uhr schließen die Wahllokale. Wenige Minuten später werden die ersten Hochrechnungen über die Bildschirme flimmern. „In Schenefeld werden wir die Auszählung gegen 19.30 Uhr beendet haben“, schätzt Melf Kayser.
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