Eine Zeitreise durch Altona mit ein bisschen Wehmut.

Fotoausstellung Altona im Wandel der Zeit 1955-1966 Teil 1.
Hamburg: Kirchenstraße | Am Sonntag nach Pfingsten wurde in der Hauptkirche Altona St. Trinitatis noch die Messe im Zeichen des Trinitatisfestes abgehalten, da sammelten sich schon weitere Besucher vor der Kirchentür. Nachdem unsere neue Pastorin Britta Eger ihre erste Messe beendet hatte , eröffnete sie die Fotoausstellung „Altona im Wandel der Zeit, 1955-1966 Teil 1“ von Michael Borkowski. Anschließend begrüßte Michael Borkowski die Besucher, vermittelte einen Überblick seiner Ausstellung und bedankte sich bei Sponsoren und Unterstützern, die ihn seit Jahren begleiten. Ein besonderer Dank ging auch an den Fotografen Hans Gebert, der unermüdlich mit seinem Fotoapparat Altona dokumentierte. Leider weilt er nicht mehr unter uns.

Michael Borkowski bot eine Führung durch die Fotoreihe an, von der Großen Freiheit bis hin zum Altona Rathaus, die dankend angenommen wurde. Mit viel Fantasie versetzte er die Altona-Interessierten durch sein anschauliches Erzählen, in die Zeit zurück, als noch die Straßenbahn durch Altona fuhr. Am Schluss der „Rundfahrt“ wird der eine oder andere das Gefühl gehabt haben, mit ihr gefahren zu sein und stieg am Ende beim alten Altonaer Bahnhof aus. Mit viel Applaus wurde seine fotografische Zeitreise durch das vergangene Altona honoriert.

Für den passenden Soundtrack zur Ausstellungseröffnung sorgten die Musiker von „An Bóthar“ (Christiane Seebach und Andreas Steinhardt). Mit irischer Folklore, gespielt auf authentischen Instrumenten, unterhielten sie die Gäste. Zur weiteren Aufheiterung gab es Altona-Cartoons von Illustrator Klaus-Georg Hansen zu sehen und als Souvenir zu erwerben. Seine Ideen holt er sich von der Straße, Menschen im Altonaer Alltag.

Michael Borkowski filmte in seiner Jugend mit Super8 in Altona und zeigte seine Filme, umkopiert auf DVD, auf einem Monitor. Einige der Besucher, die nahe dem Fischmarktviertel aufwuchsen, konnten sich erfreulicherweise als junger Mann oder Frau wiedererkennen. Sei es in der Raucherecke der Schule Königstraße oder 1973/74 in der Umgebung des Haus der Jugend an der Struenseeestraße. Aber das war noch nicht alles. Ab 12 Uhr gab es einen Mittagstisch, der von der Kirche angeboten wurde und alle waren eingeladen. Nudelsalat mit gegrillten Würstchen sowie Kaffee und Kuchen, für jeden war etwas dabei. So war es ein rundum gelungener Sonntag, mit einem Schuss Wehmut, da einem durch die Fotos bewusst wird, wie Altona und auch der Besucher selbst sich in den vielen Jahren verändert hat.

Die Ausstellung ist täglich bis zum 12. September zu besichtigen. Während der Altonale 20.06 bis 06.07.2014 bis 18:00 Uhr. In der „Nacht der Kirchen Hamburg“, am 6. September 2014, wird eine Führung von Michael Borkowski angeboten. Zum 350. Geburtstag Altonas am 23. August 2014 wird im Mercado Center der 2. Teil der Ausstellung eröffnet und für zwei Wochen zu sehen sein.
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