Baumängel beim Bürgerhaus Bornheide

Das Bürgerhaus im Osdorfer Born besteht aus einem roten Haupthaus und fünf Pavillons. Seit Fertigstellung gibt es zahlreiche Beschwerden über angeblich fehlerhafte Bauausführung. Foto: rs

Schallisolierung funktioniert nicht - beim Bewegungsraum stinkt es

Bausünden oder einfach nur Mängel? Das Bürgerhaus Bornheide im Osdorfer Born steht seit seiner Eröffnung im vergangenen Jahr verstärkt unter Beobachtung. Denn tatsächlich gibt es seit dem Umbau der ehemaligen Schule zu einem Bürgerhaus etliche Beschwerden. Nun wagte sich die CDU aus der Deckung, spricht von „Bausünden“. Es handele sich hier um „Mängel durch Unterlassung“, erklärte Bezirksabgeordneter Stephan Müller (CDU) während der Bezirksversammlung Altona: „Um Fehler zu
Lasten des Bezirks.“
Müller listete mehrere Punkte auf: „Es gibt eine erhebliche Lärmbelastung durch fehlenden Schallschutz.“ Weiter: „Bei Regen stehen Räume unter Wasser.“ Heiko Mendt (SPD) parierte die Attacke: „‘Bausünden’ - das ist doch sehr weit hergeholt.“ Mendt sprach von „dem besonderen Charme“ der bunt gestalteten Gebäude, räumte allerdings ein, dass sich die anfangs veranschlagten Baukosten von 3,9 Millionen Euro auf rund 5 Millionen erhöht hätten.
Da nicht sehr viel Geld zur Verfügung stand, „wurde die Schallisolierung nur nach DIN-Norm ausgeführt“. Auch musste aus Kostengründen auf eine Backsteinfassade zugunsten einer Rauputzfassade verzichtet werden. Mendt: „Wir haben kein First-Class-Bürgerhaus, aber immer noch genug.“
Roland Schielke, Koordinator und Leiter des Bürgerhauses, spricht seinerseits von „baulichen Mängeln, die nach und nach abgearbeitet werden müssen“. So gebe es immer noch einen „unangenehmen Geruch beim Bewegungsraum“. Die Gründe hierfür seien noch unklar: „Wir vermuten, dass sich Wasser in zugeschütteten Kasematten sammelt.“
Auf jeden Fall gebe es Probleme mit der Akustik, besonders in den zwei Seminarräumen, in denen Sprachkurse abgehalten werden. Schielke: „Da ist eine Nachbesserung geplant.“ Der Grund für diese Mängel: „Die erneuerten Decken haben keine ausreichende Schalldämmung.“ Von Schallmängeln betroffen sei auch der Bewegungsraum mit seiner Betondecke. Darüber hinaus müsse das Sielsystem „dringend saniert werden“.
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