Aufgetaucht: Ein neuer Störtebekerkopf der besonderen Art

Ein neuer Störtebekerkopf der besonderen Art.
Hamburg: Fischmarkt | Der in Altona geborene Hobbykünstler Bruno Wolff (77) hatte den traurigen Anblick satt, den der übriggebliebene Baumstumpf einer jungen Eiche bot, die vor circa sechs Monaten (anscheinend krankheitsbedingt) auf dem Fischmarktgelände vor dem Marktbüro gefällt worden war. Täglich schaute Bruno mit etwas Wehmut von seinem Balkon aus auf ihn hinab und überlegte sich, wie man diesen halbmannhohen Torso wieder sehenswert gestalten könnte.
Da kam ihm die Idee, eines seiner zahlreichen Kunstwerke, das er vor zwei Jahren fertigstellt hatte und das auch schon auf einigen seiner Ausstellungen zu sehen war, der Allgemeinheit zu stiften und damit den unschönen Baumstumpf wieder schmuck zu machen.
Am Hafen hatte er damals ein altes Stück Treibholz gefunden, in dem ein Nagel steckte – das erinnerte ihn an Störtebekers Kopf, der im Hamburg Museum zu betrachten ist. Handwerklich begabt, hatte er sich sofort an die Arbeit gemacht. Der Originalnagel wurde aus der oberen Seite vom Fundstück, die nun die Schädeldecke darstellen soll, herausgezogen und mit einem echten antiken handgefertigten rostigen Nagel ersetzt. Das Holz wurde liebevoll aufpoliert und damit alles perfekt wurde, bekam nun die Schädeldecke eine Kupferplatte verpasst, die nicht nur als Wetterschutz dient, sondern auch an die roten Haare des Piraten erinnern soll, so wie es in vielen Bücher überliefert wurde.
Den Standort am Fischmarkt, findet Bruno, der seine Werke mit seinem Künstlernamen „Lobo“ signiert, ausgezeichnet, da ja der größte Teil aus dem Hafen stammt. Er hofft, dass sein Störtebekerkopf bis zur Neupflanzung eines Baumes unversehrt dort erhalten bleibt.
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