Zoff ums Geld

Die Sozialdemokraten fordern mehr Geld für das JUKS: Fraktionschef Nils Wieruch, Reimer Schlegel, neues Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, Finanzausschuss-Vorsitzende Ingrid Pöhland, Parteichef Gerhard Manthei und Fraktionsvorstandsmitglied Frank Grünberg (v. l.). Foto: da
Schenefeld: JUKS |

Umstrittene Kürzung für das Jugend- und Kommunikationszentrum

René Dan, Schenefeld
Das Jugend- und Kommunikationszentrum Schenefeld (JUKS) ist zum Zankapfel der Politik geworden: Nachdem die CDU Kritik an JUKS-Chef Kurt Krauß geäußert hatte, holt die SPD nun zum Gegenschlag aus. „Wir fordern ein Ende der Grundsatzdebatte über das JUKS“, sagt SPD-Fraktionschef Nils Wieruch. Parteifreundin Ingrid Pöhland spricht sich zudem dafür aus, die Kürzungen zurückzunehmen.
Der Rotstift für die Institution vom Osterbrooksweg 25 steht jedoch am Anfang der neuerlichen Debatte um die Jugend-, Kultur- und Begegnungsstätte. Hatte doch die CDU maßgeblich dafür gesorgt, dass die Mittel für den JUKS-Betrieb um 40.000 Euro auf 340.000 Euro für dieses Jahr gestrichen wurden. Dagegen hatte Kurt Krauß öffentlich pro-
testiert.
Jetzt aber hält CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Rüpcke dem Einrichtungsleiter einen Überschuss vor, den die Trägergesellschaft JUBIKU, die der Stadt gehört, in 2011 erwirtschaft hat: rund 73.500 Euro. „Herr Krauß hat seine Zahlen nicht im Griff“, kritisiert Hans-Jürgen Rüpcke.
Ingrid Pöhland widerspricht: „Die JUBIKU und das JUKS sind nicht identisch.“ So seien unter dem Dach der Trägergesellschaft außer dem JUKS auch die Schulsozialarbeit, der Streetworker und die Vermietung von Räumen vereint. „Der Überschuss hat sich aus dem besonderen Einsatz der Mitarbeiter und dem großen Engagement von Ehrenamtlichen ergeben.“ Diese Aussage bestätigt auch Melf Kayser, Fachbereichsleiter der Stadt Schenefeld und Geschäftsführer der JUBIKU.
„Der Überschuss kann nicht als dauerhaft angesehen werden“, betont Ingrid Pöhland, eine Analyse, die auch Insider Melf Kayser teilt. Sozialdemokratin Pöhland sieht in den 73.000 Euro einen „Balance-Akt“: „Ich hoffe, dass der Überschuss nicht zum Anlass genommen wird, beim JUKS zu kürzen – das könnte die Ehrenamtlichen demotivieren.“
Hans-Jürgen Rüpcke stellt eine andere Rechnung aus: „Das JUKS muss keine Miete zahlen – und kostet somit die Stadt über 400.000 Euro.“ Überhaupt solle die Einrichtung „mehr für unsere Jugendlichen tun, zum Beispiel einen Treffpunkt anbieten“.
Hans-Jürgen Rüpcke fordert zwar eine Stellenbeschreibung für die Stelle des Einrichtungsleiters, betont jedoch: „Wir stehen zum JUKS.“ – Kurt Krauß war wegen Urlaubs nicht erreichbar.
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1 Kommentar
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Nancy Haymann aus Harburg | 14.07.2012 | 09:41  
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