Wie gut werden Schenefelds Bürger informiert?

Engagierte Bürger Schenefelds schrieben auf, was ihnen an ihrer Stadt gefällt und wofür sie sich engagieren. Foto: cn
Schenefeld: Sporthalle Achter de Weiden |

Verschiedene Sichtweise über das Verhalten der Verwaltung

von Connie Neumann

Werden Bürger von der Stadt Schenefeld nicht ernst genommen? Dieser Vorwurf stand im Raum, als Bürgermeisterin Christiane Küchenhof jüngst mit rund 40 Schenefeldern in der Sporthalle Achter de Weiden darüber diskutierte, wie es um die die Bürgerbeteiligung in Schenefeld steht –und wie diese verbessert werden kann.
Hedwig Röper vom Arbeitskreis Verkehrsplanung gehört zu den schärfsten Kritikern der Verwaltung: Ihr zufolge werden Briefe nur unbefriedigend und später gar nicht mehr beantwortet. Dieser verbale Keulenschlag auf das Rathaus bleibt jedoch nicht ohne Widerspruch. So meint Friederike Pavenstedt von der Arbeitsgruppe Barrierefreiheit: „Das kann ich nicht bestätigen. Wir stehen im ständigen Kontakt mit Verwaltung und Politikern und stoßen immer auf offene Ohren“.
Leichte Änderungswünsche kommen jedoch auch vom Seniorenbeirat: Dieser möchte mehr Beteiligung in nicht öffentliche Sitzungen. Bürgermeisterin Küchenhof sieht dies skeptisch. Sie betont, dass es Themen gibt, die einen Ausschluss der Öffentlichkeit erfordern, da bestimmte Daten geschützt werden müssen. Mathias Schmitz, Vorsitzender der Grünen – und der Polemik selber nicht ganz abgeneigt –, forderte auf der Diskussionsveranstaltung mehr gegenseitigen Respekt von Politikern und Bürgern.
Eine beachtliche Liste an Vorschlägen der Bürgern kann als ein Ergebnis des Abends angesehen werden. Hierzu gehören beispielsweise Beiträge zum Thema Internet und Workshops. Die Frage, wie die Menschen, die kein Internet haben und nicht ins Bürgerbüro am Holstenplatz 7 gelangen können, besser informiert werden können, muss noch geklärt werden.
Christiane Küchenhof plant eine erneute Veranstaltung zum Thema. Im Vorfeld bittet sie Bürger, sich melden, wenn ihnen Mängel auffallen.

Auch für Schenefeld: Hotline 115
Seit dem 1. November gibt es eine Hotline, die auch Schenefelds Verwaltung abdeckt. 115 lautet die zentrale Rufnummer, unter der Bürger auch Auskünfte über die Leistungen von Schenefelds öffentlichem Dienst bekommen. cn
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