Wie eine Katastrophe zur Freundschaft führte

Auch die Delegationsmitglieder aus Luninez beteiligten sich an den Gesprächen während des Empfangs. Foto: sha
Schenefeld: Schenefeld |

Zehn Jahre Städtepartnerschaft zwischen Schenefeld und Luninez

von Sahar Shah
Zehn Jahre Städtepartnerschaft zwischen Schenefeld und dem weißrussischen Luninez: Diesen runden Geburtstag feierte jüngst eine weißrussische Delegation. Sie besuchte für einige Tage Schenefeld und nahm an einem Empfang teil, den die Düpenaustadt zu Ehren der Partnerschaft organisiert hatte.
Vor genau zehn Jahren wurde zwischen den Städten Schenefeld und Luninez die offizielle Partnerschaft gegründet. Ein enger Kontakt zwischen Bürgern beider Städte besteht jedoch schon seit ungefähr 20 Jahren.
Die Städtepartnerschaft beruht auf dem Tschernobyl-Unglück von vor 25 Jahren, als im August 1986 das Atomkraftwerk explodierte. Seit der
Katastrophe steht der Verein „Freunde für Luninez“ den Bewohnern der Stadt, die nur 200 Kilometer entfernt vom Unglücksreaktor liegt, tatkräftig zur Seite. Dabei wurden nicht nur Transportmittel mit Hilfsgütern geschickt. Seitdem wird auch viel Wert auf einen kulturellen Austausch zwischen der Düpenaustadt und Luninez gelegt.
Wie es zu dieser Beziehung zwischen den Städten kam, erklärt die Vorsitzende des Vereins „Freunde für Luninez“, Heidemaire Kuna: „Die Stadt Schenefeld suchte nach Unterstützung und fand daraufhin den Verein ‘Freunde für Luninez’: eine Gruppe von Luninez-Anhängern, die sich im August 1995 zusammengetan haben. Ich habe auch Transporthilfsmittel organisiert und auch bei der Versorgung in den Kindergärten vor Ort mitgeholfen.“
Ziel dieser Partnerschaft ist es, die Verständigung zwischen den beiden Völkern zu fördern, unter anderem durch kulturelle und sportliche Aktivitäten. Ein Beispiel besteht darin, dass jedes Jahr 30 Kinder aus der 24.000 Einwohner zählenden Stadt für drei Wochen zur Erholung an die Nordsee eingeladen werden. Die Kinder sollen die Gelegenheit nutzen können, ihre Partnerstadt kennenzulernen – und damit die Verbindung zwischen den Menschen und Städten zu vertiefen.
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