So ganz nebenbei fast 30.000 Euro gespart

Vereint warben sie jahrelang für das Theater im Forum, jetzt müssen sie getrennte Wege gehen: Indendant Axel Schneider, Dietrich Osten und Marita Peemöller, die Vorsitzenden des „Kulturverein Forum Schenefeld e.V.“, Bürgermeisterin Christiane Küchenhof sowie Peter Offergeld vom TiF (v. li.). Foto: Archiv/da
Schenefeld: TiF |

Keine Vertragsverlängerung für das „Theater im Forum“

Verlust an kultureller Vielfalt: Der Kulturausschuss der Stadt Schenefeld hat den Vertrag mit dem „Theater im Forum“ (TiF), das bundesweit viel beachtete Inszenierungen ins Forum Schenefeld brachte, nicht verlängert. Mit dem Ziel von Einsparungen aber, versichert der Ausschussvorsitzende Dr. Rainer Sempell (CDU), hat die Entscheidung von CDU, FDP und „Offensive für Schenefeld“ (OfS) nichts zu tun. Zwar werden durch die Neuregelung, die die SPD abgelehnt hat, fast 30.000 Euro eingespart. Doch das sei lediglich „ein wunderbarer Nebeneffekt“, so Sempell.
Die Stäitsch Theaterbetriebs GmbH, die das TiF insbesondere mit Produktion des Altonaers Theaters und der Hamburger Kammerspiele fast sechs Jahre lang betrieben hat, bekam pro Saison 15.000 Euro von der Stadt Schenefeld. Hierfür hat die Staitsch insgesamt sieben Produktionen – mit Stars wie Hanna Schygulla – ins Forum geholt. Das Paket habe auf dem freien Theatermarkt „einen Wert von 45.000 bis 50.000 Euro“, weiß Peter Offergeld von der Staitsch.
Das TiF hatte den Vertrag gekündigt und eine Verlängerung um ein Jahr angeboten. So sollte geprüft werden, wie das neue Theaterkonzept, das stärker auf Musical und Comedy setzt, ankommt. Die politische Mehrheit nutzte die Kündigung, um sich auf den Kulturverein Forum Schenefeld zu konzentrieren: Dieser soll künftig 15.000 Euro – statt bislang 10.000 Euro ­– jährlich bekommen.
Allerdings sollen die Ehrenamtlichen selber die Plakate für Veranstaltungen aufstellen und mindestens sieben Aufführungen ins Forum holen.
Fast 20.000 Euro hatte die Stadt für das Plakatieren von Events des Kulturvereins und des TiFs berechnet. Ausgaben, die künftig wegfallen sollen. „Für uns verschlechtern sich die Bedingungen“, kritisiert Dietrich Osten, Zweiter Vorsitzender des Kulturvereins Forum Schenefeld. Ostern kritisiert das TiF-Aus: „Es ist sehr traurig, wie man so ein honoriges Theater abgebügelt hat.“
Auch Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) sagt zum geplanten Aus fürs TiF: „Ich bedauere dies sehr.“ Sie fürchtet, dass Schenefeld den „Verlust an Qualität und Quantität“ nicht ausgleichen kann. Noch aber ist das letzte Wort nicht gesprochen: Die Ratsversammlung muss am 21. Juni endgültig über das neue kulturelle Paket beschließen.

Abschiedsvorstellung und Abo-Rabatt
Die große Abschiedsvorstellung des Theaters im Forum beginnt am Dienstag, 17. April, um 20 Uhr in Achter de Weiden 34. Dann können Besucher die Komödie „Achterbahn“ mit Susanne Schäfer und Peter Bongartz sehen. Für die Saison 2012/2013 bietet die Stäitsch, die Betreiberin des TiF, Abonnenten und neuen Kunden ein Abonnement für die Altonaer Theater mit 50-prozentigem Rabatt. Mehr Informationen unter S 413 34 40. da
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