Schülerandrang fürs Ehrenamt

Bei der Arbeit mit Senioren zeigten sich 17 Schüler der Gemeinschaftsschule „total sozial“ – so der Titel des Projektes – und hatten auch noch Spaß dabei. Foto: sg
Schenefeld: Gemeinschaftsschule Achter de Weiden |

Zwölf- bis 16-Jährige der Gemeinschaftsschule setzen sich für alte Menschen ein

von Sverre Gutschmidt

Spaß hat es gemacht“, darin sind sich die 17 Schüler der Gemeinschaftsschule Achter de Weiden einig. Im Rahmen des Projekts „Total Sozial“ testeten sie ehrenamtliche Arbeit mit Senioren. Zum Dank für ein halbes Jahr Einsatz, den die Schüler jede Woche in der Seniorenresidenz Rüpcke zeigten, gab es jetzt eine Urkunde von Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) – und die nächste Gruppe steht schon in den Startlöchern.
Leif Hansen (16) ist das zweite Mal dabei: „‘Mensch ärgere dich nicht’ und Ratespiele mit den Senioren zu spielen, hat am meisten Freude gemacht“, sagt er. Für die Sechst- bis Neuntklässler war der wöchentliche freiwillige Dienst in ihrer Freizeit nicht nur eine Übung im Ehrenamt. „Es war auch interessant, manche verwechselten uns ständig“, sagt die zwölfjährige Sophie Weitze.
Die 16-jährigen Osan Cengiz und Karim Sakr wiederum hatten „Spaß an den Gesprächen – na ja, manchmal war es auch langweilig“, so Osan. Karim ergänzt: „Eine ältere Frau hat uns immer was zu essen angeboten, aber eine andere hat oft gemeckert.“
Natalie Klemt (12) gefiel „das Basteln im Altenheim – einmal waren wir dabei“. Sie mochte auch, dass sie die Aufgabe mit ihrer Freundin Dana zusammen erleben konnte. Dana Neumann (12) hatte keine Berührungsängste: „Manchmal hatten wir viel Spaß und es war eine tolle Erfahrung – man sollte mit alten Menschen nicht anders umgehen, sondern mit Respekt!“
Vorlesen, Spazierengehen, Singen und Gesellschaft leisten waren die Aufgaben des Projekts, das vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Schenefeld und der Arbeitsgruppe Umfeldverbesserung zum zweiten Mal seit Februar 2011 angeregt wurde.
Die nächste Gruppe startet in wenigen Tagen. Diesmal haben sich noch mehr Jungen beworben, so Schulleiterin Ina Baumert. Schon als Bürger und Hauptamtliche aus Schenefelds sozialen Projekten die Idee den Schülern erstmals vorstellten, war der Andrang groß: so sehr, dass auch jetzt wieder um die 20 Plätze gelost werden muss.
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