Schlurt die Post?

Willy Matzen hofft, dass sich nun ebenfalls andere Schenefelder melden, deren Briefkasten leer bleibt. Foto: cn
Schenefeld: Krähenhorst |

Krähenhorst: Willy Matzen bekommt teilweise keine Briefe zugestellt

Connie Neumann, Schenefeld
Vor etwa einem halben Jahr fiel Else und Willy Matzen aus dem Krähenhorst zum ersten Mal auf, dass sie ab und zu Briefpost gar nicht oder nur verzögert erreicht hat. „Kataloge von Versandhäusern kommen ordnungsgemäß bei uns an“, stellt Willy Matzen fest. Vielleicht liegt es daran, dass sie per Sammelpost abgeschickt werden, vermutet er. Und hält einen Brief seiner Krankenkasse in der Hand, der drei Wochen zu ihm unterwegs war. Wochen lang wartete das Ehepaar auf die Kündigungsbestätigung des Telefonanbieters. Am Ende wurde sie dann per E-Mail geschickt und kam an, berichtet der Rentner.
Befunde aus dem Krankenhaus, Einladungen, Briefe, die nie bei den Matzens ankommen. „Inzwischen bringen wir uns die erforderlichen Unterlagen schon selbst ins Haus oder holen sie ab“, sagt Willy Matzen verärgert. Der Sohn des Schenefelder Paares wohnt in Soltau, und auch die Post von ihm kommt nicht bei den Eltern an. „So hätten wir fast die Mitteilung verpasst, dass wir Großeltern werden“, sagt Else Matzen. Ein Nachbar soll schon seit einem Jahr auf die Kopie seines Mietvertrages warten, weiß das Ehepaar zu berichten.
Auch Ina Altmann aus demselben Haus hat ihre Erfahrungen mit der Post. Auch sie erreichen Briefsendungen nicht, berichtet die Schenefelderin. Außerdem tut sich ein anderes Problem auf: „Ich wohne im vierten Stock und erhalte meine Pakete nicht“, sagt die alleinerziehende Mutter. „Vermutlich haben die Paketzusteller zu viel zu tun und keine Zeit, die Pakete herauf zu schleppen“, meint sie. Die Sendungen werden dann ins Treppenhaus gelegt und verschwinden auf sonderbare Weise.
Auf ihren Briefzusteller lassen die Matzens indes nicht kommen. „Er hat mir sogar die Post in den ersten Stock gebracht, als ich ein verletztes Bein hatte“, lobt Else Matzen den Boten.
Auf Nachfrage in der Pressestelle der Post berichtet Jens-Uwe Hogart: „Aus unserer Sicht gibt es keine betrieblichen Einschränkungen, die die Zustellung im Krähenhorst beeinträchtigen könnten.“ Willy Matzen hofft derweil, dass sich Schenefelder bei dem im Krähenhorst bekannten Aktivisten melden, deren Briefkasten leer bleibt. Willy Matzen: „Wir könnten uns dann zusammen tun und gemeinsam beraten, was wir tun sollen.“
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