Politik will den Busverkehr fördern

Schenefeld: PVG-Standort Schenefeld |

Stadtkarte und Streckenverlängerung im Fokus – Frage der Kosten

THOMAS PÖHLSEN, SCHENEFELD
Der öffentliche Personennahverkehr in Schenefeld soll besser werden. Die Ratsversammlung beauftragte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, Verhandlungen aufzunehmen.
Was in Uetersen, Elmshorn, Lüneburg oder Buxtehude Wirklichkeit ist, davon träumen die Menschen an der Düpenau: ein Stadtkarte. „Wir wollen, dass die Schenefelder für 1,30 Euro durch die Stadt fahren können“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Niels Wieruch. Derzeit muss für längere Fahrten 2,85 Euro gezahlt werden. Dafür kommen die Schenefelder, wenn sie entsprechend umsteigen, zum Beispiel auch bis nach Poppenbüttel.
Zudem haben die Genossen eine Idee aus dem Jugendkongress aufgegriffen: „Die Busse der Pinneberger Verkehrsgesellschaft enden am Schenefelder Platz, fahren teilweise abends zum Busbetriebshof weiter“, erklärt Niels Wieruch. Ihm zufolge wäre es eine Erleichterung für viele Schnefelder, wenn sie die Omnibusse auf deren Fahrt ins Depot weiter benutzen könnten.
Die Stadtverwaltung hatte bei der PVG bereits vorgefühlt. Bereits jetzt, lässt die PVG verlautbaren, nehmen einige Busfahrer auf freiwilliger Basis Passagiere auf dieser Stecke mit. Sollte dies jedoch in den Busfahrplan aufgenommen werden, sind Verhandlungen über die Kosten nötig. Liegen die vor, wollen die Politiker endgültig entscheiden. PVG-Pressesprecher Rolf Westphalen kündigt schon mal an: „Wenn die Stadt eine dauerhafte Leistung haben will, muss sie vergütet werden.“
Herbert van Gerpen, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr, befürwortet die beiden Vorschläge. Die Fortführung der Buslinien bis zum Betriebshof am Osterbrooksweg sei „eine Uralt-Forderung“ des AK, die jedoch immer von PVG und den Verkehrsplaner des Kreises wegen den Kosten abgelehnt worden seien. Und gäbe es ein Stadtticket, würden mehr Schenefelder die Busse nutzen.
Allerdings vermutet Herbert van Gerpen, dass die Verhandlungen einige Zeit in Anspruch nehmen werden. Kurzfristig möglich und sehr wichtig wäre für ihn die Verlängerung des Metrobusses 3 um zwei Stationen bis Schenefeld Mitte, „damit die Menschen unsteigefrei in die Hamburger Innenstadt kommen“.
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