Nur jeder zweite Schenefelder wählte

Eines von 15 Wahllokaleln: Im Rathaus zählte jede Stimme. Foto: mars
Schenefeld: Rathaus Schenefeld |

Landtagswahl: Kai-Oliver Vogel (SPD) holt das Kreis-Direktmandat

Marcus Schmidt, Schenefeld
Nur 54,3 Prozent aller Schenefelder nutzten ihr wichtigstes Recht und ihre demokratische Pflicht: Sie gingen am Sonntag zur Landtagswahl. 3.102 Erststimmen aus der Stadt erhielt Sozialdemokrat Kai-Oliver Vogel. Christdemokratin Natalina Boenigk eroberte 2.138 Wähler für sich. Bei den Parteien setzte sich die SPD mit 2.736 Stimmen, vor der CDU, den Grünen und der FDP durch. Erstmals dabei: die Piraten. Der Rest der Bürger schwänzte. „Die interessiert nicht mal das kleinere Übel – ganz schön blöd“, beklagte sich eine Rentnerin.
Das war auch am Besuch des Rathauses zu erkennen: Um 18 Uhr verfolgten lediglich zwölf Gäste die NDR-Berichte einerseits und aktuelle Ergebnisse aus Schenefeld andererseits. Um 19.47 Uhr hatten dann 93 Wahlhelfer in 15 Wahllokalen alles ausgezählt. Emotionen, Diskussionen oder Frustrationen? Fehlanzeige. Einzig Bürgermeis-terin Christiane Küchenhof konnte sich begeistern: „Das ist ein tolles Ergebnis für Herrn Vogel, immerhin hat er auch den traditionell konservativen Wahlkreis drei gewonnen.“
Nur in einem „Wahl-Lokal“ ging es am Sonntag um die Wurst – zwei Stück gab es für einen Euro. Die SPD-Mitglieder Ursula Kriete und Arno Holzhauer versorgten Anhänger aller Parteien mit Kartoffelsalat, Kuchen und Wein: „Die Einnahmen sind für die Kinder aus Luninez, die vom Atomunfall in Tschernobyl betroffen sind.“
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