Kunstrasenplatz massiv in der Kritik

Der Vorsitzende der Schenefelder Wählervereinigung „Bürger für Bürger“, lehnt den beschlossenen Kunstrasenplatz neben dem Stadtion Achter den Weiden als „Verschwendung von Steuergeldern“ ab.
Schenefeld: Schenefeld | Die Wählervereinigung „Bürger für Bürger“ (BfB) und die Grünen ecken an – beide lehnen den geplanten Kunstrasenplatz ab, der rund 450.000 Euro kosten soll. Die Ratsfraktionen, der Verein Blau-Weiß 96 und die Verwaltung haben das Vorhaben, das zwei kleine Rasenplätze neben dem Stadion Achter de Weiden ersetzen soll, gemeinsam beschlossen. BfB und Grüne kritisieren jedoch, dass der Kunstrasenplatz für Punktspiele nicht geeignet ist, sondern nur fürs Training. „Das ist Verschwendung von Steuergeldern“, kritisiert BfB-Chef Manfred Pfitzner mit Blick auf den ebenfalls anvisierten Bau eines größeren Fußballplatzes.
Der Vorsitzende der Wählervereinigung äußert einen „Appell zur Vernunft“. Er bringt hierfür eines seiner Lieblingsvorhaben ins Gespräch: die Bürgerwiese zu verhindern, die in einem Teil des Grünzugs zwischen Achter de Weiden und Kiebitzweg angelegt werden soll.
„Die geplante Bürgerwiese ist am besten geeignetet als Standort für einen Sportplatz, der auch Punktspiele ermöglicht“, so Manfred Pfitzner. Tatsächlich käme der ganzjährig bespielbare Kunstrasenplatz dafür nicht in Frage: Er soll nur eine Größe von 90 mal 35 bis 40 Metern haben.
Als weitere Vorteile des Bürgerwiese-Standortes nennt Manfred Pfitzner die Nähe zum Sportzentrum und zu den Schulen. Es gibt keine Lärmproblematik – und bei Bedarf kann vor die Seniorenresidenz Rüpcke ein Erdwall errichtet werden. Sein Appell an Verantwortliche: „Zeigen Sie den Mut, Fehlentscheidungen zum Nutzen vieler Bürger zu korrgieren.“
Doch dazu sieht Andreas Wilken (Offensive für Schenefeld) keinen Grund. Der Leiter der „Arbeitsgruppe Sportstättenbedarfsplanung“ der Ratsversammlung betont: „Um Zuschüsse vom Land und vom Kreis zu bekommen, müssen wir in diesem Jahr mit dem Bau des Kunstrasenplatzes beginnen.“
Andreas Wilken, zugleich Abteilungsleiter Fußball bei Blau-Weiß, ergänzt: „Wir haben aktuell keine Probleme bei Punktspielflächen, sondern bei Trainingsflächen.“ Langfristig, so Andreas Wilken, „wünsche ich mir einen Sportplatz für Punktspiele, der um ein bis zwei weitere Fußballfelder erweitertert werden kann. Dafür wäre die Bürgerwiese nicht geeignet.“
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