Klarer Wahlsieg für Christiane Küchenhof – aber nur jeder vierte ging zur Wahl

Der erste Strauß: Wahlkämpfer Frank Grünberg gratulierte der wiedergewählten Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) mit Blumen und Zeichnungen. (Foto: MARS)
Schenefeld: Schenefeld | von Marcus Schmidt und René Dan
Das Endergebnis stand am Sonntag, 4. September, um 18.45 Uhr fest:
Christiane Küchenhof (SPD) soll weitere sechs Jahre die Stadt Schenefeld führen. 80,9 Prozent der Wähler stimmen für die Bürgermeisterin. 2.962 von 15.194 Wahlberechtigten haben „Ja“ angekreuzt, 698 votierten mit „Nein“, dies entspricht 19,1 Prozent der gültigen Stimmen. 1,2 Prozent der Bürger – insgesamt 44 – gaben einen ungültigen Stimmzettel ab. Nicht einmal jeder vierte Schenefelder über 16 Jahren ging zur Urne: Die Wahlbeteiligung lag bei 24,4 Prozent.
Um 18 Uhr betritt
Christiane Küchenhof, begleitet von Ehemann Jörg, das Rathaus. Derweil beginnen 60 Helfer in zehn Wahlbezirken, die Stimmen auszuzählen. Sie telefonieren sie danach ins Rathaus durch. Dort füllt sich der Saal mit Gästen. Wahlleiter Jürgen Dittrich projiziert bereits ab 18.17 Uhr nacheinander die Ergebnisse aus den Wahllokalen an die Wand. Überall liegt die 43-Jährige klar vorne – aber in jedem Wahlokal liegt die Wahlbeteiligung nur zwischen 20,8 und 29,2 Prozent. Bürger, Parteikollegen und Mitglieder anderer Parteien beobachten und diskutieren jedes Ergebnis.
Einen Herausforderer hatte Christiane Küchenhof nicht. CDU-Fraktionsvize Susanna Broese: „Sie ist auch unsere Kandidatin, wir haben sie unseren Wählern empfohlen.“ Küchenhof sei eine fähige Bürgermeisterin, mit der man gut zusammenarbeite.
Um 18.40 Uhr applaudieren immer mehr Leute, als Wahlleiter Jürgen Dittrich gerade das Ergebnis des Wahlkreises „008 Gorch-Fock-Schule“ mit 89,6 Prozent Ja-Stimmen auf den Strahler legt.
Zum Endergebnis gratuliert Parteifreund Frank Grünberg als Erster – mit einem riesigen Blumenstrauß. Die Wiedergewählte äußert sich glücklich: „Mit diesem Ergebnis kann man gut weiterarbeiten.“ Sie räumt indes ein: „Die Wahlbeteiligung war zu niedrig.“ Ihre Erklärung: Bürgermeisterwahlen seien für viele Bürger nicht so interessant – vor allem, wenn es nur eine Kandidatin gebe.
Um ihre Wiederwahl habe sie nicht gebangt, wohl aber um das Verhältnis von Ja- und Nein-Stimmen: Doch
„angesichts der
Diskussionen der letzten Wochen, beispielsweise über den Flächennutzungsplan, finde ich dieses
Ergebnis toll!“

Die Ergebnisse nach Wahlkreisen
Die „Ja“- und „Nein“-Stimmen für die Bürgermeister-Kandidatin Christiane Küchenhof in Prozent:

001 Schule Altgemeinde: 70,2% Ja / 29,8% Nein
002 Schule Altgemeinde: 80,9% Ja / 19,1 % Nein
003 Rathaus: 82,9% Ja / 17,1% Nein
004 Rathaus: 78,3% Ja / 21,7% Nein
005 Feuerwache: 83,1% Ja / 16,9% Nein
006 Sporthalle: 79,0% Ja / 21,0% Nein
007 Paulskirche: 85,7% Ja / 14,3% Nein
008 Gorch-Fock-Schule: 89,6% Ja / 10,4% Nein
009 Gorch-Fock-Schule: 78,8% Ja / 21,2% Nein
010 Gorch-Fock-Schule: 82,9% Ja / 17,1% Nein

Stadt Schenefeld:
80,9% Ja-Stimmen / 19,1% Nein-Stimmen MARS/DA
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