Investorenkonzept weiter abgelehnt

Investor Jens Förster, der selber Anwohner ist, Sven Gaudian und Richard Heil von der Bürgerinitiative sowie der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, Ronald Vierke (SPD; v. l.), diskutieren anhand des Bauplanes vor Ort. Foto: cn
Schenefeld: Schenefeld |

Schäferkamp: Anwohner wollen bei sich keine Straßenzufahrten für Timm-Kröger-Terrassen

von Connie Neumann
Erste Erfolge für die Bürgerinitiative der Anwohner Schäferkamp, Fritz-Reuter-Platz, Gorch-Fock-Straße: Vergangene Woche kam es zu einem Ortstermin mit Politik, Investor und Anwohnern. Gemeinsam ging die Gruppe auf das Grundstück, auf dem nach geplantem Bebauungsplan 78 die Timm-Kröger-Terrassen entstehen sollen. „Wir suchten für die Bebauung nach einer Lösung, die umsetzbar ist und am Ende niemanden verärgert. Wir dachten, das sei mit unserem Konzept der Fall“, versichert Investor Jens Förster.
Verkehr und Parken sind ein umstrittenes Thema, da Jens Förster den Zuweg zu einem Teil seines Neubaugebietes über den Fritz-Reuter-Platz führen möchte. Die Anwohner empfinden das als Zumutung. „Die Hauptverkehrsstraße Altonaer Chaussee ist vorhanden, dann kann die Zufahrt doch von dort erfolgen“, betont Richard Heil von der Bürgerinitiative. „Auf dem Gelände wird auch ein Supermarkt entstehen, die Zufahrt dorthin und ins Wohngebiet bekomme ich nicht durch den Verkehrsausschuss“, gibt Jens Förster zu bedenken.
Anhand des Bauplanes wird über einen Kompromiss diskutiert, Anwohner Sven Gaudian schlägt eine Ringstraße vor. „Darüber haben wir nicht nachgedacht“, räumt Investor Förster ein, der das neue Quartier an das bestehende Wohngebiet anbinden will. Eine Ringstraße passe nicht in das bisherige Konzept.
Damit sind die Anwohner jedoch nicht einverstanden. „Es wird zusätzlicher Durchgangsverkehr erzeugt, es besteht jetzt schon eine extreme Belastung“, so Richard Heil. Hinzu kommt die nicht ausreichende Parkplatzsituation. „Außerdem wird der Wert unserer Häuser und Grundstücke gemindert“, fügt Sven Gaudian hinzu.
„Am Ende ist es Sache der Politik, zu entscheiden“, erklärt In-vestor Förster. In der Bürgerinitiative machen sich Bedenken breit, denn Jens Förster ist gleichzeitig Investor und Mitglied der FDP-Fraktion. Er versuche sich politisch aus der Sache herauszuhalten, versichert Jens Förster, der sich selbst als Feierabendpolitiker bezeichnet.
„Am 11. Oktober um 19 Uhr wird im Ratssaal eine öffentliche Veranstaltung stattfinden“, kündigt Ronald Vierke (SPD) an, der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt.

Das sagt Leoni Gaudian (sieben Jahre)
„Hier wollen viele Kinder spielen, es ist hier so ähnlich wie in einer Spielstraße. Und das geht dann nicht mehr. Hier sollten nur die Leute fahren dürfen, die hier wohnen und die Feuerwehr und Polizei“, wünscht sich die siebenjährige Anwohnerin Leoni Gaudian. Sie hat die aktuelle Diskussion längst mitbekommen. CN
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