Gewerbeflächen sehr gefragt

Erik Alexander Peuschel, Geschäftsleiter von Engel & Völkers, vermarktet Büro-, Lager-, Produktions-, Logistik- und Grundstücksflächen „auf Großstadtniveau zum Kleinstadt-Tarif“. Foto: fh
Schenefeld: Ehemaliges Spargelände |

Schenefeld kann mit günstigen Konditionen punkten

von Frauke Heiderhoff

In Schenefeld sind Büro-, Lager- und Gewerbeflächen begehrt: „Wir erhalten täglich neue Anfragen nach freien Gewerbeflächen“, sagt Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Gerade in jüngster Zeit sei die Nachfrage rasant gestiegen. „Zwar gibt es noch freie Grundstücke, aber es werden zunehmend weniger“, so die Bürgermeisterin. Gewerbegebiete der Düpenaustadt würden besonders durch das Röntgenlaser-Forschungsgelände aufgewertet.
Der Eigentümer des ehemaligen Spargeländes am Osterbrooksweg, Markus Holstein von der IVG Immobilien AG, zeigte sich mit dem Vermietungsstand zufrieden. Es gelang ihm, im ersten Quartal 2012 drei Mietverträge – über eine Hallen-Fläche von 13.100 Quadratmetern – abzuschließen. Zu den neuen Mietern gehört unter anderem ein Textilunternehmen. Die Folge: Die Vermietungsquote von 38 Prozent Anfang des Jahres konnte auf fast 70 Prozent erhöht werden. Markus Holstein ist optimistisch, die Quote im Verlauf des Jahres noch weiter zu steigern. Grund: Die Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen ist besonders in Schenefeld „aufgrund der attraktiven Konditionen sehr gut“.
Wirkt sich die starke Nachfrage nach Gewerbeflächen auf den umstrittenen Flächennutzungsplan aus? „Beschlossen ist, dass sich der Plan in jedem Fall ändert“, so Christiane Küchenhof. Doch wie die Änderung konkret aussieht, bestimmt die Politik. „Der starke Bedarf nach Flächen wird aber berücksichtigt werden, damit wir der wachsenden Nachfrage gerecht werden können“, bilanziert die Bürgermeisterin.
Vertreter der Bürgerinitiative Wohnqualität im Grünen (BI) betrachten die Entwicklung mit Sorge. „Wir befürchten, dass die Belange von Bürgern bei der Abwägung nicht berücksichtigt werden“, so BI-Mitglied Heinz Grabert. Schon bei der bevorstehenden Leitbilddiskussion seien die Bürger „nur mit einer von 40 Stimmen vertreten“. Die Diskussion ist Grundlage für den neuen Plan der Stadt. Heinz Grabert: „Wir stellen uns nicht gegen sämtliche Bebauungspläne, wollen aber Naturschutzgebiete erhalten.“

Von Pizzaservice bis zum HSV-Fanclub
Immobilienfirmen wie der Büro- und Gewerbepark Hamburg West ziehen in punkto Vermietungsstand ebenfalls eine positive Bilanz. Der Büro- und Gewerbepark Hamburg West bewirtschaftet etwa 14.000 Quadratmeter vermietbare Fläche in Schenefeld. Geschäftsinhaber Christian Hahn-Godeffroy hat etwa 60 Vertragspartner. Das Spektrum reicht vom Pizza Service bis hin zum HSV-Fanclub. Ein Standortvorteil: In Schenefeld beträgt der Gewerbesteuerhebesatz nur 310 Punkte, in Hamburg hingegen 470 Punkte. fh
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